VDA: Pkw-Inlandsmarkt legt im Juli leicht zu

Die Pkw-Neuzulassungen auf dem deutschen Automobilmarkt haben im Juli 2008 wieder leicht zugelegt: Mit 262.600 Pkw wurde das Vorjahresergebnis um knapp zwei Prozent übertroffen. Die deutschen Hersteller legten mit vier Prozent deutlich schneller zu als der Markt, während die Importeure ein Minus von knapp vier Prozent hinnehmen mussten, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Die französischen Marken verzeichneten demnach einen Rückgang von sechs Prozent, die japanischen Hersteller verloren knapp fünf Prozent. Seit Jahresbeginn stieg der Pkw-Inlandsabsatz insgesamt um gut drei Prozent auf 1,9 Mio. Fahrzeuge. Damit bewegt sich der deutsche Markt auf dem anvisierten Zielkorridor, lässt aber die erhoffte Dynamik nach dem schwierigen Jahr 2007 weiter vermissen. Neben den eingetrübten Konjunkturaussichten stellen vor allem die anhaltend hohen Kraftstoffkosten eine erhebliche Belastung für den Inlandsmarkt dar.

Die inländischen Auftragseingänge, die sich im Juni wieder etwas belebter zeigten, sind aktuell ins Stocken geraten. Der Rückgang der Inlandsorder um fünf Prozent zeigt deutlich die anhaltende Verunsicherung der Käufer an, so der VDA. Um die Belastung der Autofahrer zu mindern, sollte die Streichung der Pendlerpauschale umgehend zurückgenommen werden. Zudem sei es zwingend erforderlich, rasch Klarheit bei der Ausgestaltung der CO2-bezogenen Kfz-Steuer herzustellen und damit den „Knoten“ bei der Inlandsnachfrage zu lockern. Um die ökologisch dringend notwendige Modernisierung des Fuhrparks voranzutreiben, müsse auch der steuerrechtliche Rahmen dafür geschaffen werden, betont der VDA.

Die Exporte deutscher Hersteller haben im Vergleich zum Rekordwert des Vorjahresmonats um sechs Prozent auf 338.100 Fahrzeuge nachgegeben. Dennoch erreichen die Ausfuhren damit das zweitbeste Juli-Ergebnis aller Zeiten. Vor allem auf dem US-Markt, der im Juli um insgesamt 13 Prozent nachgab, konnten die deutschen Marken mit ihrer attraktiven Modellpalette punkten: Mit einem Zuwachs von sieben Prozent zeigen die deutschen Marken, dass sie den veränderten Anforderungen auf dem amerikanischen Markt mehr als gerecht werden. Seit Jahresbeginn setzten die deutschen Hersteller knapp zwei Prozent mehr Fahrzeuge in den USA ab; der Gesamtmarkt verlor seit Jahresbeginn annähernd elf Prozent.

Die Fertigung der deutschen Hersteller ging im traditionell schon schwachen Juli nochmals um sechs Prozent auf 435.300 Fahrzeuge zurück. Während sich der Inlandsabsatz im Juli stützend auf die Produktionsentwicklung auswirkte, haben die reduzierten Ausfuhren den Zuwachs des Produktionsvolumens eingebremst. Im bisherigen Jahresverlauf blieb die Entwicklungsrichtung allerdings positiv: Seit Januar rollten mit nahezu 3,5 Mio. Pkw ein Prozent mehr Fahrzeuge von den Bänden.

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