Kfz-Gewerbe: Geprüfter Teile- und Zubehörverkäufer kommt

Die Kfz-Branche rückt dem Ziel einer neuen Ausbildung zum Geprüften Automobil Teile- und Zubehörverkäufer näher. Wie das Deutsche Kfz-Gewerbe mitteilt, sollen bereits Ende 2008 erste Hersteller anhand selbst gesetzter Standards einer neuen Gütegemeinschaft für Fortbildungsmaßnahmen zertifiziert werden. Basierend auf den positiven Erfahrungen mit dem Geprüften Automobilverkäufer und dem Geprüften Automobil-Serviceberater, werde die neue Qualifikation dann in einem fabrikatsübergreifenden Branchenmodell vereinheitlicht. An dem Projekt wirkten neben dem Zentralverband derzeit 13 deutsche und internationale Automobilhersteller mit. Ziel sei es, von den Partnern definierte Kriterien in der Anwerbung, Auswahl, Fortbildung und Prüfung anzuwenden.

Nach 15 Jahren qualifizierter Ausbildung zum Automobilverkäufer und -Serviceberater mit insgesamt rund 30.000 Abschlüssen werde eine vergleichbare Qualifikation mit ähnlichen verbindlichen Standards dann auch den Mitarbeitern aus dem Teile- und Zubehörsektor ermöglicht, erklärte Birgit Behrens, Abteilungsleiterin Berufsbildung im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe und Geschäftsführerin der beiden bisherigen Gütegemeinschaften. Als Kundenberater und Spezialist bilde der Teile- und Zubehörverkäufer die Schnittstelle zwischen Kunde und Betrieb. Daher sollte er vor allem kommunikative, beratende und verkäuferische Fähigkeiten besitzen. Gesprächs- und Verkaufstechniken sowie Zubehörmarketing seien die zentralen Inhalte der Fortbildung. Die mindestens viermonatige Ausbildung basiere auf dem bewährten dualen Trainingskonzept mit zwölf Präsenztagen und mehreren Betriebsphasen.

Die Plattform der neuen Fortbildungsstufe ergebe sich aus den Erfahrungen der Trainingsverantwortlichen in den bestehenden Gütegemeinschaften, betont Behrens weiter. Ziel sei der freiwillige Zusammenschluss in einer eigenständigen Gütegemeinschaft Geprüfter Automobil Teile- und Zubehörverkäufer (GATZV). Nur die zertifizierten Mitglieder der Gütegemeinschaft würden berechtigt sein, ein Qualitätssiegel zu nutzen, das die hohen Maßgaben der neuen Ausbildung dokumentiert. Im Gegenzug verpflichte sich die Gütegemeinschaft, das Fortbildungssystem laufend zu überprüfen.

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