Illegale Parallelimporte sind Goodyear Dunlop ein Dorn im Auge

Donnerstag, 10. Juli 2008 | 0 Kommentare
 

Laut einem Bericht der Autogazette, dem Automagazin der Netzzeitung, geht Goodyear Dunlop juristisch gegen illegale Parallelimporte von Reifen vor. Schon „in mehreren Fällen“ soll der Reifenhersteller entsprechende Schritte gegen Importeure in den Benelux-Staaten sowie in Deutschland, Frankreich und den baltischen Staaten eingeleitet haben. Diese Importeure hatten demnach widerrechtlich Produkte in den europäischen Markt eingeführt, die nicht für den Verkauf in dieser Region bestimmt waren.

„Wenn Reifenhändlern Produkte zu einem sehr günstigen Preis angeboten werden, die aus einem Nicht-EU-Land stammen, gibt es dafür im Regelfall einen guten Grund: Diese Produkte könnten über ein Goodyear- oder Dunlop-Branding verfügen, die Verkäufer sind jedoch nicht befugt, diese in unseren Märkten zu verkaufen“, wird Philippe Degeer, Vice President Pkw-Reifen EMEA, von der Autogazette zitiert. Bei den illegalen Parallelimporten handele es sich also um Reifen, die in ihrem Ursprungsland zwar rechtmäßig verkauft werden dürfen, die im Falle eines Imports in die EU bzw. in einen Vertragsstaat innerhalb des Abkommens über den europäischen Wirtschaftsraum zu einer Verletzung von Marken-, Geschmacksmuster- oder Patentrechten oder sonstigen Rechten führen.

Um solchen Dingen auf die Spur zu kommen, hat Goodyear Dunlop eigenen Angaben zufolge in jedem Land, das von der europäischen Rechtsabteilung des Konzerns in Brüssel koordiniert wird, ein Expertenteam installiert, dass gegen solche illegalen Parallelimporten rund um die Konzernmarken Goodyear, Dunlop, Fulda, Sava und Debica vorgeht. Wird ein Verstoß registriert, leite der Reifenhersteller rechtliche Schritte ein, heißt es. Neben Ansprüchen auf Schadenersatz dränge Goodyear Dunlop dabei auf Vernichtung der entsprechenden Reifen und verlange Auskunft über erfolgte Lieferungen die Unterlassung des Vertriebs dieser Reifen.

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Kategorie: Allgemein

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