Conti begrüßt Unterstützung der UN für ESC bzw. ESP

Der Automobilzulieferer Continental hat heute die von der UN-Arbeitsgruppe Fahrsicherheit und der US-Verkehrssicherheitsbehörde (National Highway and Traffic Safety Administration) getroffene Entscheidung zur Einführung der elektronischen Stabilitätskontrolle (ESC, heißt bei Bosch ESP) als Globale Technische Regelung (GTR) für alle neu zugelassenen Pkw und Kleintransporter begrüßt. Die angestrebte Globale Technische Regelung entspricht den 2007 festgelegten Anforderungen des US-amerikanischen Sicherheitsstandards für ESC: Ab 2012 müssen alle in den USA verkauften neuen Pkw und Kleintransporter serienmäßig mit ESC ausgestattet sein. Nun sei es an der EU, China, Indien und Japan, eine ESC-Vorschrift im Einklang mit dem von der Arbeitsgruppe vereinbarten Beschluss auszuarbeiten, so Conti.

„Das ist eine gute Nachricht für die Autofahrer weltweit, die von den lebensrettenden Eigenschaften des ESC profitieren werden“, erklärt Dr. Karl-Thomas Neumann, CTO und Vorstandsmitglied der Continental AG. „Die Vermeidung von Unfällen sollte vorrangiges Ziel aller Maßnahmen zur Erhöhung der Fahrsicherheit sein. ESC ist eine der besten Technologien auf diesem Gebiet und wir haben es als erstes Unternehmen im Massenmarkt eingeführt. Gemeinsam mit Behörden, Sicherheitsgremien und unseren Erstausrüsterkunden arbeiten wir daran, die Verbraucher davon zu überzeugen, dass ESC bei ihrem nächsten Neuwagen zur Pflichtausstattung gehören muss.“

Verkehrsunfälle sind altersgruppenübergreifend weltweit eine der häufigsten Todes- und Verletzungsursachen. Die Mehrzahl dieser Unfälle geht dabei auf Fahrfehler zurück. „Autofahrer brauchen deshalb Unterstützung dabei, kritische Situationen im Verkehrsalltag und Unfälle zu vermeiden“, sagt Dr. Ralf Cramer, Leiter der Continental-Division Chassis & Safety.

ESC korrigiert automatisch Unter- und Übersteuerungen. Es hilft, das Fahrzeug auf der Straße zu halten, indem es die gewünschte Fahrtrichtung mit der aktuellen Richtung vergleicht. Divergieren diese, so bremst ESC einzelne Räder ab, drosselt die Motorleistung und bringt so den Wagen wieder auf Wunschkurs.

Neumann weist auf die Ergebnisse zahlreicher Studien in Asien, Europa und Nordamerika hin, die belegen, dass ESC Tausenden Menschen das Leben retten und die Unfallzahlen deutlich senken kann. Amtliche Untersuchungen gehen davon aus, dass allein in den USA jährlich mehr als 10 000 Leben auf diese Weise gerettet werden können. Dementsprechend sehen Experten ESC als wichtigste Sicherheitstechnologie nach dem Sicherheitsgurt. „In den letzten zehn Jahren ist die ESC-Ausstattungsrate bei Neuwagen stetig gestiegen – auf ca. 50 Prozent im Jahr in den USA, 50 Prozent in der EU und 25 Prozent in Japan“. Die Installationsbasis lässt sich also noch deutlich verbreitern“, erläuterte Neumann. 2007 hat Continental mehr als 8,6 Millionen ESC-Systeme an Erstausrüster ausgeliefert und ist damit einer der Marktführer weltweit.

„Die technologischen Instrumente, die erforderlich sind, um ein – soweit menschenmöglich – unfallfreies Fahren zu ermöglichen bzw. die Anzahl von Unfällen mit Verletzungsfolgen zu senken, sind bereits verfügbar“, so Cramer. „Die elektronische Stabilitätskontrolle hat entscheidend dazu beigetragen, dass die Unfallvermeidung zu einem Schwerpunkt der Automobilhersteller und ihrer Zulieferer wurde. Verbesserte Sensorik, Prozessoren und elektronische Systeme im Allgemeinen eröffnen viele Möglichkeiten, um die Ursache von Unfällen zu bekämpfen.“

Mit der Vernetzung aktiver und passiver Sicherheitskomponenten im ContiGuard-Sicherheitssystem ist Continental beim Sicherheitsgedanken in eine neue Dimension vorgestoßen: Vision Zero, Continentals Vision einer modernen unfallfreien Mobilität, in der Unfälle mit Todesfolge oder schweren Verletzungen der Vergangenheit angehören. „Dies ist eine ausgesprochen spannende Phase für alle, die sich für mehr Fahrsicherheit engagieren“, sagt Neumann. „Mit der Einführung einer einheitlichen Globalen Technischen Regelung müssen Hersteller von ESC wie Continental ebenso wie Automobilhersteller statt mehreren Verordnungen nur eine, überall verbindliche Vorschrift einhalten. Das erhöht die Effizienz und senkt die Kosten, denn marktspezifische Designvarianten, Validierungstests und Produktionsvorgaben sind dann nicht mehr nötig.“

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