Werk Belisce von Harburg-Freudenberger feiert Jubiläum

„Am 1. April hatten wir in Belisce viele Gründe zum Feiern,“ freut sich Günter Simon, Geschäftsführer der Harburg-Freudenberger Maschinenbau GmbH in Hamburg. „Nicht nur konnten wir das zehnjährige Bestehen unseres erfolgreichen Fertigungsstandorts für Heizpressen feiern. Auch 130 Mitarbeiter feierten ihre zehnjährige Firmenzugehörigkeit“, erklärt er. Mit einem Fest, zu dem auch Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft Kroatiens eingeladen waren, feierte die Belegschaft sich selbst und den Standort. Im Werk im kroatischen Belisce (im Dreieck zwischen Ungarn und Serbien) werden neben den Heizpressen noch Komponenten für die Standorte Hamburg und Freudenberg gefertigt. Als das Unternehmen vor zehn Jahren die ortsansässige Maschinenfabrik im Rahmen eines Joint Ventures mehrheitlich von der Bel AG übernahm was es nach eigenen Aussagen das erklärte Ziel von dessen Führung, in Belisce Reifenheizpressen „zu weltweit wettbewerbsfähigen Preisen zu produzieren“. Mit 150 Mitarbeitern startete 1998 bereits wenige Monate nach Abschluss des Joint-Venture-Vertrages die Produktion, wobei anfangs nur rund 40 Reifenheizpressen pro Jahr in dem kroatischen Werk gefertigt wurden. Mittlerweile sollen vor Ort fast 400 Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung beschäftigt und in den zurückliegenden zehn Jahren alles in allem mehr als 1.350 Reifenheizpressen ausgeliefert worden sein.

„Unsere junge Mannschaft – der Altersdurchschnitt liegt bei Mitte 30 – ist hoch motiviert und leistungsstark. Dadurch können wir ein sehr hohes Niveau in der Produktion und in den Fertigungszahlen erreichen“, sagt Norbert Behrendt, der Bereichsleiter Heizpressen und Geschäftsführer in Kroatien. Zusammen mit seinem kroatischen Geschäftsführerkollegen Branko Visnjovic will er diesen Weg weiter fortsetzen. Das Werk in Belisce wird demnach weiter modernisiert, womit vor allem die Aufstellung neue Maschinen zur Metallbearbeitung bzw. der Ersatz älterer gemeint ist. Der Geschäftserfolg an dem kroatischen Standort habe dabei auch positive Auswirkungen auf den Stammsitz von Harburg-Freudenberger Maschinenbau in Deutschland, heißt es weiter vonseiten des Unternehmens, das mit insgesamt rund 1.100 Mitarbeitern und Produktionswerken in drei Ländern (Deutschland, Kroatien und USA) sowie Standorten und Vertretungen auf der ganzen Welt im letzten Jahr nach eigenen Angaben einen Umsatz in Höhe von etwa 235 Millionen Euro erwirtschaften konnte. Als Beispiel dafür, wie auch der deutsche Standort von der positiven Entwicklung in Belisce profitiert, wird in diesem Zusammenhang die Aufstockung der Belegschaft der Heizpressenabteilung in Hamburg-Harburg von acht auf mittlerweile 44 Mitarbeiter genannt.

Die Harburg-Freudenberger-Maschinenbau-Reifenheizpressen verdanken aus Unternehmenssicht ihren Markterfolg einer Reihe technischer Besonderheiten, die den Reifenproduktionsprozess vereinfachen und wirtschaftlicher gestalten. Die Pressen könnten zum Beispiel ebenerdig aufgestellt werden, ohne die sonst übliche Grube unter der Maschine, wird ein Aspekt hervorgehoben. Eine schnelle, patentierte Formverstellung oder eine einfache Verriegelung werden darüber hinaus ebenso zu den Vorzügen der Maschinen gezählt wie ein Balgmechanismus ohne dynamische Dichtungen mit Teflonschläuchen für die Medienzuleitung. Für den Formenwechsel oder Wartungsarbeiten seien die Pressen gut zugänglich und könnten aufgrund ihrer Modulbauweise leicht umgebaut und mit anderen Kernkomponenten wie zum Beispiel Balgmechanismen erweitert werden. Basierend auf dieser modularen Bauweise produziert Harburg-Freudenberger Maschinenbau mittlerweile verschiedene Typen der Säulenheizpresse. Neben einer Basisvariante zur Teilvulkanisation von Reifen und einer Standardvariante zur Massenproduktion in großen Stückzahlen sind zahlreiche kundenspezifische Maschinenlösungen möglich, wobei bei solchen Aufträgen die kroatischen Mitarbeiter eng mit der Unternehmenszentrale in Hamburg zusammenarbeiten sollen.

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