Conti erkennt Probleme in neuer Sparte „Powertrain“

Laut einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung bereitet dem Konzern das Geschäft mit Antriebssystemen Sorgen. Nach Informationen der Zeitung habe der Vorstand von Continental bei der neuen Sparte „Powertrain“, die auf Systemlösungen rund um den Antriebsstrang spezialisiert ist, einen wesentlich größeren Restrukturierungsbedarf ausgemacht, als bei der 11,4 Milliarden Euro schweren Übernahme von VDO absehbar war, heißt es dazu in Medienberichten. In diesem Zusammenhang beklage Continental die schlechte Informationspolitik der Münchener Siemens AG: „Da müsste man eigentlich noch mal in den Ring steigen“, werden in diesem Zusammenhang Kreise aus dem Aufsichtsrat zitiert. Allerdings – so heißt es in neuesten Meldungen – wolle Continental den bereits vollzogenen Vertrag zur Übernahme der ehemaligen Siemens-Sparte VDO nicht neu verhandeln. Ein entsprechender Beschluss liege auf Vorstandsebene nicht vor.

Zu den wesentlichen Problemen von Powertrain zählen laut dem Bericht die Annahme nicht kostendeckender Aufträge als auch die unzureichende Produktivität und Liefertreue. Einige Werke seien schlecht ausgelastet, arbeiteten zum Teil nur einschichtig. „Für Conti-Maßstäbe sind die noch lange nicht auf dem Weg“, sagte ein Manager. Ein Conti-Sprecher bestätigte, dass die Sparte derzeit von den Gewinnzielen des Konzerns „am weitesten entfernt ist und die meisten Hausaufgaben zu erledigen hat“, hieß es weiter.

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