„Kleine“ Feier zum 75-jährigen Jubiläum von Reifen Laudahn

Am 15. Februar konnte in Winsen (Luhe) das 75-jährige Jubiläum des dort beheimateten Fachhandelsbetriebes Reifen Laudahn gefeiert werden. Auch wenn Hans-Peter Laudahn, der das Unternehmen heute in zweiter Generation führt, die Festlichkeiten anlässlich des Jubiläums im Rahmen der Begrüßung seiner Gäste nur als „kleine Feierstunde“ bezeichnete, so waren es letztendlich doch alles in allem über 450 Kunden, Geschäftspartner, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und von Verbänden sowie Freunde der Familie, die den Weg in die Stadthalle des Ortes gefunden hatten, um mit ihm, seiner Frau Ingelore und den Mitarbeitern des Betriebes zu feiern. Die Gästeliste liest sich dabei wie das Who’s who der Reifenbranche. Nicht fehlen durften dabei beispielsweise Peter Hülzer, geschäftsführender Vorsitzender des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk (BRV), BRV-Geschäftsführer Hans-Jürgen Drechsler oder Thomas Wrede, Geschäftsführer des Fachhandelsverbundes point S, dem Reifen Laudahn seit 1989 angehört. „Ich bin froh, dass ich in dieser Kooperation sein darf und bin“, sagte Hans-Peter Laudahn, der – wie Wrede augenzwinkernd anmerkte – für das kommende Jahr ja eigentlich schon gleich die nächste Feier planen könnte. Dann ist Reifen Laudahn nämlich seit 20 Jahren point-S-Partner.

Aber 2009 steht noch ein weiteres Jubiläum bei dem Winsener Betrieb ins Haus: Da Hans-Peter Laudahn die Geschicke der 1933 von seinem Vater Willy gegründeten Firma seit 1974 leitet, jährt sich die Übernahme des elterlichen Betriebes im kommenden Jahr zum 35. Mal. Keine Frage, dass man in der niedersächsischen Kreisstadt, die zum Landkreis Harburg gehört, wohl auch dieses Jubiläum gebührend zu feiern wüsste so wie das 75-jährige in diesem Jahr. Denn dazu hatte man nicht nur bei den Festlichkeiten in der Stadthalle ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm auf die Beine gestellt, sondern am 16. Februar zudem einen Tag der offenen Tür am Firmenstandort in der Lüneburger Straße organisiert. Neben einem Fahrsimulator, Torwandschießen, Kinderschminken und dergleichen mehr war eine der Attraktionen dabei unter anderem der Auftritt des Entertainers Dr. Günter Willumeit – ein langjähriger Freund der Familie Laudahn, der auch schon am Vortag einen humorvollen Gegenpart zu den ansonsten eher geschäftsmäßigen Grußworten der Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Branche beizusteuern gewusst hatte. Bei all den zu solchen Anlässen üblichen Worten und guten Wünschen für die weitere Zukunft wurde vor allem Zweierlei ganz deutlich: Reifen Laudahn gehört zu den erfolgreichen Unternehmen im Reifenfachhandel und engagiert sich darüber hinaus in vielfältiger Weise sozial und kulturell in der Region rund um den eignen Heimatort.

„Ich habe wenig Ahnung von Reifen, weiß aber, dass Reifen Laudahn ein vorbildlicher Betrieb ist“, so Joachim Bordt, Landrat des Landkreises Harburg. Als einen der Erfolgsfaktoren der Winsener sieht er unter anderem die von dem Reifenfachhandelsbetrieb vorgelebte (Service-)Qualität, womit er bei seinen Kunden an Profil gewonnen habe. „Ansonsten wird ein Unternehmen nicht 75 Jahre alt“, wollte Bordt damit nicht nur die Arbeit der Laudahns als „Unternehmerfamilie von echtem Schrot und Korn“, sondern auch die des ganzen Laudahn-Teams gewürdigt wissen. Der Landrat stellte zudem die große Beständigkeit und Bodenständigkeit des Reifenfachhändlers besonders heraus. Reifen Laudahn fühle sich seiner Heimat verbunden, und von dem gesellschaftlichen Engagement des Unternehmens hätten schon viele Menschen im Landkreis Harburg profitiert, sagte er unter Verweis auf zahlreiche Spenden- und Unterstützungsaktionen der Winsener. „Damit haben Sie echtes Profil gewonnen, das bei den Menschen kleben bleibt“, bemühte sich der Landrat um ein im Reifengeschäft geläufiges Vokabular. Ebenfalls nur lobende Worte für Reifen Laudahn fand auch die Bürgermeisterin der Stadt Winsen (Luhe), Angelika Bode. Der Reifenfachbetrieb sei ein „Musterbeispiel für die mittelständisch geprägte Wirtschaft in Deutschland“ und ein Beweis dafür, dass Selbstständigkeit und Gemeinschaft keine unüberwindbaren Gegensätze sind. Denn bei Reifen Laudahn zählten nicht nur Unternehmenskennzahlen, sondern der Reifenhandelsbetrieb habe sich immer wieder für mehr als nur den eigenen Gewinn verantwortlich gezeigt. Klar, dass sich die Bürgermeisterin wünscht, Reifen Laudahn möge der Stadt Winsen (Luhe) noch möglichst lange erhalten bleiben.

Vom eigenen Erfolg hat das Unternehmen offensichtlich aber nicht nur viel an seine Heimatgemeinde allein zurückfließen lassen. Peter Hülzer würdigte auch das Engagement von Hans-Peter Laudahn rund um die Ausbildung des Nachwuchses im Vulkaniseurhandwerk. Unter seiner Ägide hätten im eigenen Betrieb bislang beispielsweise 26 junge Menschen ihre Ausbildung absolviert. Mit mehr als 500 noch um ein Vielfaches höher liege die Zahl derer, die während seiner Zeit als Obermeister der niedersächsischen Vulkaniseurinnung (1996-2007) in der Berufsschule den Fachunterricht von ihm erteilt bekommen haben. Dies zeige, wie wichtig Laudahn das Gemeinwohl sei, sagte Hülzer. „Und dafür gebührt Ihnen die Ankennung Ihres Berufsstandes“, so der geschäftsführende Vorsitzende des BRV. „Wer 75 Jahre am Markt ist, hat bewiesen, dass er anpassungsfähig ist“, so ein Vertreter der Mittelstandsvereinigung Niedersachsen mit Blick auf die sich ständig wechselnden Marktbedingungen nicht nur im Reifengeschäft und die damit verbundenen Herausforderungen für die in diesem Umfeld agierenden mittelständischen Unternehmen, wie Reifen Laudahn eines ist. Gleichzeitig damit habe sich erwiesen, dass die Familie Laudahn ihr Unternehmen liebt und nicht nur als Einnahmequelle versteht. Und Bezug nehmend auch auf das gesellschaftliche Engagement der Winsener fasste point-S-Geschäftsführer Thomas Wrede seinen Eindruck von Reifen Laudahn in die Worte: „Sie haben Spuren im Leben hinterlassen wie Reifen in feinem Sand.“

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