Tata Motors stellt „Volksauto“ in Indien vor

Freitag, 11. Januar 2008 | 0 Kommentare
 
Klein und billig - dennoch wird der Tata Nano in Europa wohl in der in New Delhi vorgestellten Version nicht zulassungsfähig sein
Klein und billig - dennoch wird der Tata Nano in Europa wohl in der in New Delhi vorgestellten Version nicht zulassungsfähig sein

Individuelle Mobilität wird immer teurer. Da wird die Nachricht aus Indien, Hersteller Tata Motors baut ein „Volksauto“ für umgerechnet rund 1.700 Euro (ohne Mehrwertsteuer), von Endverbrauchern auch in Europa gerne gehört.

Der Tata-Konzern hatte gestern in Neu Delhi auf der Autoexpo das billigste Auto der Welt präsentiert: den Tata Nano. Der Viertürer, dessen Erscheinungsbild nicht erst auf den zweiten Blick an einen Smart erinnert, soll frühestens im Oktober auf den indischen Markt kommen. Vier Menschen sollen komfortabel in ihm Platz finden.

Nach Herstellerangaben erfüllt der Wagen die Euro-IV-Norm und die indischen Sicherheitsstandards. Der Nano wird mit einem 33 PS starken 623-Kubikzentimeter-Zweizylindermotor angetrieben, der im Heck untergebracht ist. Das Auto soll weniger als fünf Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen.

Die Höchstgeschwindigkeit werde etwas über 100 Stundenkilometer liegen. Für den Nano wird der Stuttgarter Automobilzulieferer Bosch die Einspritztechnik für Motoren sowohl für Benziner als auch für den Diesel liefern. Gleichzeitig werde Bosch Bremssysteme und Teile der Autoelektrik beisteuern, berichtete ein Unternehmenssprecher in Stuttgart.

Dass Heerscharen von mobilitätswilligen Europäern statt eines gebrauchten Golf oder Renault künftig einen fabrikneuen Tata kaufen, steht laut Welt erst einmal nicht zu befürchten. Nach allem, was man über das Auto weiß, ist es in der gegenwärtigen Form in Europa nicht zulassungsfähig, vor allem wegen der vielfältigen Sicherheitsauflagen der EU für Neuwagen. Und eine extra für Europa gebaute Version des Nano wäre ungleich teurer.

Kategorie: Allgemein

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