„Die Straße im Griff“ – Dunlop-Auftritt beim Tuning-Event

Den Auftritt auf der Essen Motor Show hatte Dunlop dieses Mal ganz unter das Motto „Die Straße im Griff“ gestellt. Denn unter diesem Slogan steht nicht nur die aktuelle Anzeigenkampagne, er soll auch Anspruch und Ansporn gleichermaßen sein. Für Dieter Seibert, verantwortlich für Marketing und Motorsport, sind Tuning und Motorsport gleichermaßen sozusagen „Gene“ der von ihm im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten Marke mit dem markanten „Flying D“. Geschäftsführer Jean-Jacques Wiroth nennt Tuning einen Teil des Geschäftsmodelles Dunlop.

Die Marke – die im Übrigen in einigen Monaten zur Essener „Reifen“ zurückkehren wird (dort wurde sie in 2006 schmerzlich vermisst), verspricht Wiroth – betrachtet Tuning innerhalb der eigenen Organisation als ein „Profit Center“, was zwar nicht heißt, dass von hier üppige Gewinne sprudeln, sich selbst tragen muss es sich allerdings schon. Der Dunlop-Geschäftsführer zielt vor allem auf den technologischen Aspekt ab, wenn er von den Entwicklungspartnerschaften mit renommierten Tunern spricht. Dadurch kann sich die Marke weiterentwickeln, nicht zuletzt ergibt sich allzu häufig auch ein Dreiklang aus Zulieferer (Dunlop), Tuner und Erstausrüster.

Bei der Marke Dunlop und bei dem dazugehörigen Konzept des Messeauftritts ist jederzeit zu spüren, dass die einzelnen Bausteine ein Ganzes ergeben. Motorsport, Tuning, technologischer Anspruch, Kundenbeziehungen – alles hat irgendwie miteinander zu tun. „Exklusive“ Partnerschaften habe Dunlop mit Tunern nicht und strebe diese auch nicht unbedingt an, meint Wiroth, „strategische“ Partnerschaften aber gleichwohl. Mit wem solche Partnerschaften unter anderem gepflegt werden, war unschwer am Messestand und den darauf gezeigten Exponaten zu erkennen.

Dunlop war in Essen angetreten, um den thematischen Brückenschlag, der unter dem auffälligen Dunlop-Bogen des Messestandes stattfindet, zu dokumentieren: Denn die Marke versteht sich für Profi-Motorsportler ebenso als zuverlässiger Partner wie für Fahrer im alltäglichen Straßenverkehr. Letztere profitieren dabei vom Wissen, das im Hochleistungsbereich an der Rennstrecke und im Tuning-Einsatz gewonnen wurde. Das konnten übrigens auch die Besucher des Messestands hautnah erfahren – etwa durch die Teilnahme an dem Gewinnspiel „Reifen begreifen“ oder bei der Begegnung mit aktuellen und ehemaligen Motorsportlern im Rahmen des großen Klassentreffens der Zeitschriftenserie „Hallo, wie geht’s?“ kurz vor Abschluss der Messe.

Ein zentrales Thema im Rahmen des Messestands war der gemeinsame Auftritt mit drei der hochkarätigsten Tuner der Republik: Abt Sportsline (Kempten), Cargraphic (Landau) und Carlsson (Merzig) präsentierten auf integrierten Ausstellungsflächen mit jeweils drei Fahrzeugen Höhepunkte ihres Tuningprogramms. Die Audi- und Volkswagenspezialisten von Abt brachten einen Abt AS 4, einen Abt AS 5 und einen Abt R8 mit nach Essen. Die Porsche-Schmiede Cargraphic glänzte mit einem 997 GT3 RSC 4.0, einem 957 Cayenne Turbo RSC und einem 997 GT2 RSC. Bei den Veredlern von Carlsson gingen ein Carlsson CD22 auf Basis der neuen C-Klasse T-Modell und ein Carlsson CD 32 auf Basis der M-Klasse ML auf die Reise nach Essen, außerdem war der spektakuläre Carlsson Aigner CK65 RS „Eau Rouge“ zu sehen.

Mit diesen drei Partnern, die sich in Essen präsentierten, verbindet Dunlop nicht nur eine enge Zusammenarbeit im Tuningbereich. Mit allen drei Häusern lässt sich auch die Verbindung zum Motorsport-Engagement der Hanauer herstellen. So konnte das DTM-Team von Abt Sportsline jüngst kräftig feiern, holten mit Mattias Ekström und Martin Tomczyk die Piloten der Allgäuer doch den ersten und dritten Platz der Meisterschaft und fuhren überdies den Sieg in der Teamwertung heraus. Für Cargraphic konnte Marc Basseng im Porsche 997 GT3 RSC 4.0 den Vorjahressieg in der GT-Klasse beim Tuner-Grand-Prix in Hockenheim wiederholen. Mit einem Porsche 997 RSC 3.8 holte der Leutenbacher überdies auch den Lorbeer in der Cabrio-Wertung. Das Einsatzteam von Carlsson schließlich steht für ein langjähriges und erfolgreiches Engagement im Endurancebereich – die Saarländer gehören zu den festen Größen im Starterfeld des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring.

Für die enge Verbindung zur Ideen- und Technik-Schmiede im Motorsport standen auch die beiden Fahrzeuge auf einer vierten Ausstellungsfläche des Messestandes in Essen. Dort präsentierte sich der 755 PS starke und mit SP Sport Maxx GT bereifte Maserati MC12 Corse, der als erstes einer auf zwölf Exemplare begrenzten Kleinserie kürzlich an Ex-DTM-Pilot Hubert Haupt ausgeliefert wurde und deutschlandweit das einzig straßenzugelassene Exemplar des Traumsportwagens ist. Das zweite Highlight war ein BMW Z4 M-Coupé von Schubert Motorsport, eines der erfolgreichsten Fahrzeuge der vergangenen Saison in der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN). Das Auto stand im Mittelpunkt des Gewinnspiels, an dem alle Standbesucher in Essen teilnehmen konnten. Bei „Reifen begreifen“ mussten die Besucher unterschiedliche Profiltypen in der Blackbox ertasten und konnten dadurch ihre Reifenkompetenz unter Beweis stellen. Und wer erfolgreich begriff, der kann im Wortsinne eine „Erfahrung“ der besonderen Art machen. An jedem Messetag wurde ein Tagessieger ermittelt, der im Jahr 2008 als Beifahrer im Schubert-Z4 eine Runde durch die „Grüne Hölle“ der Nürburgring-Nordschleife machen darf. Darüber hinaus gab’s noch einen Hauptpreis: ein exklusives DTM-VIP-Wochenende für zwei Personen bei einem Rennen der Saison 2008 in Deutschland.

Zwei ausgesuchte Produkte im Fokus

Präsentiert wurden zwar auch der SP Sport Fast Response, der insbesondere für Mittelklassefahrzeuge häufig die perfekte Wahl bei der Umrüstung ist, und passend zur kalten Jahreszeit auch das aktuelle Winterreifensortiment, wobei der SP Winter Sport 3D schließlich auch in einigen beliebten Tuningumrüstgrößen angeboten wird. Herausgehoben waren aber der noch ganz frisch in den Markt eingeführte SP Sport Maxx GT und der noch gar nicht erhältliche Direzza 03G, der übrigens nicht wie alle anderen Hochleistungsreifen der Marke Dunlop in Hanau gefertigt wird, sondern im fernen Japan, wo er von der dortigen Motorsportabteilung ja auch entwickelt worden ist. Diese beiden Highlights schließen, so Dieter Seibert, die Lücke zwischen Tuning und Motorsport.

Mit dem SP Sport Maxx GT wurde ein Reifen auf den Markt gebracht, mit dem anspruchsvolle Fahrer von Sportwagen und Hochleistungslimousinen das Maximum an Leistung ihrer Fahrzeuge abrufen können. DTM-erprobte Renntechnik bestimmt die Gene des Dunlop-Pneus, der damit ein neues Produktsegment eröffnete: den Markt der MaxxPerformance-Reifen. Klangvolle Namen wie zum Beispiel Lamborghini, Porsche, Mercedes-AMG, BMW „M“ und Quattro von Audi bestimmen die höchste Klasse automobiler Fahrkultur und bewegen sich in einer eigenen Liga, in der höchste Leistungsfähigkeit gefragt ist. Für genau diese Art von Fahrzeugen und ihre sportlich ambitionierten Fahrer wurde der Reifen mit asymmetrischem Profil entwickelt, es gibt ihn in 26 Dimensionen von 225/40 ZR18 XL bis 315/25 ZR23.

Ab dem Frühjahr 2008 wird das Dunlop-Sortiment mit dem Direzza 03G um einen straßenzugelassenen Ultra-High-Performance-Reifen ergänzt, der konsequent auf motorsportliche Höchstleistung hin entwickelt wurde. Die ultrasportlichen Straßenrenner fahren auf dem Direzza 03G ebenso perfekt ab wie die Teilnehmer von Clubsport-Events. Typisches Beispiel dürften etwa die Teilnehmer der Rundstrecken-Challenge Nürburgring ebenso wie die Fahrer von Tuning-Boliden mit Straßenzulassung sein, ist der Reifen doch für den Einsatz auf der Rennstrecke ebenso geeignet wie für die Fahrt dorthin. Wobei die Rennstrecke genau das Revier ist, wo der neu eingeführte Dunlop-Pneu seine ganze Stärke ausspielen kann. Ganz im Sinne der vielfältigen Anforderungen, die die Zielgruppe des Direzza 03G hat, wird der ultrasportliche Reifen in verschiedenen Gummimischungen angeboten. So soll für alle im Club- und Straßensport denkbaren Bedingungen der richtige Pneu im Angebot sein. Dies bedingt fast automatisch auch, dass fachspezifische Rückfragen auftauchen können – etwa zu lieferbaren Mischungen und Dimensionen. Der Vertrieb des Direzza 03G erfolgt deshalb bei der Markteinführung vorerst ausschließlich über die Motorsportabteilung von Dunlop.

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