Indien: Exporte und Importe steigen stetig

Indische Reifenhersteller exportieren offenbar – trotz einer härteren Landeswährung – immer mehr Reifen. Gegenüber den ersten sechs Monaten des aktuellen Geschäftsjahres (April bis März) hat der Export um 19,2 Prozent auf jetzt 3,1 Millionen Einheiten zugelegt; im Vergleichszeitraum waren es lediglich 26 Millionen Reifen. Dabei hatten die Exporte in den Geschäftsjahren zuvor stets nur um bis zu sechs Prozent zugelegt, was die Autmotive Tyre Manufacturers Association (ATMA) Indiens auf die starke Inlandsnachfrage zurückführt. Mit Blick auf die aktuellen Kapazitätserweiterungen in der indischen Reifenindustrie rücken Exportmärkte wieder verstärkt in den Fokus der Absatzbemühungen, ohne dass bereits von Überkapazitäten gesprochen wird. JK Tyre & Industries macht Wechselkursschwankungen mitverantwortlich für die Schwankungen bei den Exporten.

Auch bei den Importen hat es in den vergangenen Jahren deutliche Entwicklungen gegeben. Während im Geschäftsjahr 2004/2005 noch 1,3 Millionen Reifen nach Indien eingeführt wurden, waren die in 2006/2007 bereits 2,9 Millionen. Binnen zwei Jahren hat es bei den Importen also eine Steigerung von 123 Prozent gegeben. Laut ATMA stammen heute rund 85 Prozent der importierten Lkw-Reifen aus China, während 50 Prozent der importierten Pkw-Reifen aus China und Südkorea stammen. Gerade im Lkw-Bereich leiden lokale Hersteller unter den Produkten aus China, die im Ruf stehen, mindere Qualität zu Dumpingpreisen in Indien zu bieten.

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