GVA erwartet stabile Umsatzentwicklung

Die Jahresmitgliederversammlung des GVA mit dem traditionell anschließenden Kongress fand in diesem Jahr in Hannover statt, und dies mit einer Rekordbeteiligung. Nach dem wirtschaftlich erfolgreichen Vorjahr herrschte über den Verlauf des Jahres 2007 Zufriedenheit unter den Teilnehmern der Veranstaltung des Branchenverbands des freien Kfz- Teilehandels und der Kfz-Teileindustrie, wenngleich sich die Eintrübung des wirtschaftlichen Gesamtklimas der letzten Monate auch in dieser Branche bemerkbar macht. Das Jahr 2007 ist erneut geprägt von einem starken Wettbewerb und Konzentrationsprozessen im freien Markt. Darüber hinaus steigern die Fahrzeughersteller, wie bereits in den Jahren zuvor, ihre Anstrengungen, im Sekundärmarkt Marktanteile zurück zu gewinnen. Derzeit hat der freie Kfz-Servicemarkt einen Anteil von etwa 50 Prozent auf der Reparaturebene, bei einem Gesamtvolumen für Pkw- und Nfz-Teile von rund 23 Milliarden Euro allein in Deutschland, schreibt der Verband in einer Mitteilung.

Nach den erfolgreichen Vorjahren rechnet die Unternehmensberatung BBE auch für das ablaufende Geschäftsjahr 2007 mit steigenden Umsätzen im Pkw-Ersatzteilemarkt. Mit Ersatz- und Verschleißteilen, Reifen, Zubehör und Autochemie werden in diesem Jahr rund 18,9 Milliarden Euro umgesetzt, was einer Steigerung zum Vorjahr um etwa 2,5 Prozent entspricht. Die BBE rechnet auch in den nächsten Jahren mit weiter steigenden Umsätzen, wobei das Wachstum hauptsächlich aus dem Umsatz mit Teilen generiert wird, da die nominalen Lohnerlöse nur ganz moderat steigen.

Die Zukunftsaussichten gestalten sich auch deshalb positiv, weil das durchschnittliche Alter der Fahrzeuge in Deutschland kontinuierlich wächst. Die Neigung der Autofahrer, die Dienste von freien Werkstätten in Anspruch zu nehmen, welche sich bevorzugt mit Pkw-Teilen des freien Marktes versorgen, steigt mit zunehmendem Fahrzeugalter. Des Weiteren wird laut BBE der Pkw-Bestand von etwa 46,6 Millionen Fahrzeugen (Stand: Januar 2007) anwachsen und gleichzeitig auch die Durchschnittsausgaben der Fahrzeughalter für die Wartung und Reparatur ihrer Pkw steigen. Dennoch bedeutet das vorhandene Marktpotenzial nicht automatisch Umsatzvolumen für den freien Markt, sondern es bedarf fortgesetzter Anstrengungen bei der Qualität der Teile und in Fragen der Kundenbindung.

Die GVA-Mitglieder zeigten sich in der jüngsten Umfrage ihres Verbandes mit den ersten drei Quartalen in 2007 verhalten zufrieden. 64 Prozent verbuchten für diesen Zeitraum einen gestiegenen Umsatz, 19 Prozent beklagten einen Umsatzrückgang. Für das Gesamtjahr 2007 erwarten 68 Prozent der befragten Unternehmen der Branche ein Umsatzwachstum, wobei die Teileindustrie die Aussichten etwas positiver einschätzt als die Handelsunternehmen.

Der Nkw-Bereich hat sich weiter positiv entwickelt und liegt gemessen am Umsatzwachstum vor dem Pkw-Bereich. Die für die Zukunft prognostizierten steigenden Zulassungszahlen werden laut BBE weiterhin für Wachstum sorgen.

Der freie Teilehandel kann sich als Distributionsweg für Ersatz- und Verschleißteile, Autozubehör, Autochemie und Reifen auch in diesem Jahr behaupten. Bei den Werkstätten scheint sich der Trend fortzusetzen, dass Unternehmen mit Full-Service-Konzepten eine besonders positive Entwicklung nehmen. Die Fachmärkte haben sich als Vertriebsweg etabliert. In diesem Jahr setzt sich die Entwicklung der Vorjahre fort, dass die Grenzen zwischen freien und gebundenen Werkstätten fließender werden. Dafür können im Wesentlichen drei Gründe angeführt werden: Zum einen lassen sich immer mehr gebundene Reparaturbetriebe von gleich mehreren Fahrzeugherstellern autorisieren und verlassen somit den Pfad der klassischen (an eine Marke) gebundenen Werkstatt. Des Weiteren eröffnen Vertragswerkstätten auch Filialen im freien Markt, um sich einen weiteren Distributionsweg zu sichern. Umgekehrt neigen auch freie Reparaturbetriebe dazu, sich für den Service an einer Marke vom Fahrzeughersteller autorisieren zu lassen.

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