Michelin will Wettbewerbsfähigkeit in Spanien und Frankreich erhöhen

Michelin hat mehrere Maßnahmen bekannt gegeben, die helfen sollen, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in den Ländern Frankreich und Spanien zu verbessern. In Frankreich soll das alte Kleber-Werk Toul (gegründet 1969) im Jahre 2009 geschlossen werden. Das spanische Werk Lasarte (seit 1934 in Betrieb) soll zu einem Produktionszentrum für High-Performance-Motorradreifen ausgebaut, die zu klein gewordene Fertigungslinie für Pkw-Reifen Ende 2008 aufgegeben werden.

Im Werk Toul werden aktuell im Wesentlichen „Mittelklasse“-Pkw-Reifen hergestellt, ein Segment, das in besonderem Maße unter Kostendruck steht und in dem es Überkapazitäten gibt. Trotz hoher Investments in Toul in den letzten fünf Jahren hat sich herausgestellt, dass die Produktionskosten dort um mehr als 50 Prozent höher sind als bei Mitbewerbern. Jedem in Toul betroffenen Mitarbeiter werden zwei Jobalternativen in den insgesamt 16 weiteren französischen Reifenfabriken des Unternehmens unterbreitet.

In Lasarte werden 50 Millionen Euro investiert. Künftig soll etwa 90 Prozent der dortigen Produktion in den Export gehen. Den anstehenden Personalabbau will Michelin durch das Angebot von Vorruhestandslösungen begleiten.

Michelin hat in diesem Zusammenhang nochmals bestätigt, die Reifenfertigung in Frankreich bis zum Jahr 2011 um sieben Prozent steigern zu wollen. Insgesamt sind zwei Milliarden Euro bis 2011 zur Modernisierung der Fabriken in Westeuropa vorgesehen, davon 1,15 Milliarden in Frankreich und 320 Millionen in Spanien. Bis 2011 plant der Reifenhersteller auch für einige Standorte in den beiden Ländern Neueinstellungen: mehr als 4.000 in Frankreich und mehr als 600 in Spanien.

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