Zwei Siegerteams bei erster Etappe des Michelin-Reifenmarathons

Bei der jüngst zu Ende gegangenen ersten Etappe des Michelin-Reifenmarathons auf dem ATP-Testgelände in Papenburg – ein Reifendauertest, bei dem insgesamt zwölf jeweils sechsköpfige Mannschaften mit bis auf die Bereifung identischen VW Golf 1.4 TSI versuchen, für die Dauer von 72 Stunden den 24 Kilometer langen Kurs möglichst gleichmäßig zu umrunden – gab es gleich zwei siegreiche Teams. Nach mehr als 70.000 Testkilometern in drei Tagen und zwei Nächten lagen zwei der zwölf teilnehmenden Teams nämlich nur um zwei Wertungspunkte auseinander, was einer einmaligen Geschwindigkeitsüberschreitung von lediglich einem km/h über die bislang zurückgelegte Distanz dieser Gleichmäßigkeitsprüfung entspricht. Die beiden Teams „Sixpack“ aus Hünxe (Westfalen) und „Scuderia Baden“ aus der Nähe von Karlsruhe teilen sich daher die Siegprämie von 10.000 Euro.

„Als in der letzten Nacht klar wurde, dass wir sehr eng beieinander liegen würden, hatten wir ein Gentlemen’s Agreement getroffen: Wenn wir weniger als 50 Punkte Differenz erzielen, teilen wir uns die Prämie“, erklärt Jürgen Freistühler vom „Sixpack“-Team. „Die Teams haben sich sensationell fair verhalten und im Rahmen des Regelwerks um jeden Wertungspunkt gekämpft. Im Laufe dieser drei intensiven Tage sind neue Freundschaften entstanden. Wir sind sehr zuversichtlich, dass Fahrer und Material die Strapazen auch in den folgenden zwei Etappen weiterhin gut überstehen“, erklärt Helge Hoffmann, Leiter Test und Technik von Michelin Deutschland. Insgesamt werden bis zum 26. September 222 Fahrer in den zwölf unterschiedlich bereiften Fahrzeugen über 222.222 Kilometer zurückgelegt haben, wobei auch für die Gewinnerteams der beiden noch ausstehenden Etappen jeweils 10.000 Euro Siegprämie ausgelobt sind.

Mit diesem Test will Michelin insbesondere die Qualität und die Langlebigkeit seiner Pkw-Reifen demonstrieren. Angaben des Reifenherstellers zufolge sei bei der ersten Etappe des Marathons beispielsweise das Profil eines Wettbewerbsreifen schon nach der vergleichsweise kurzen Distanz von 7.000 Kilometern bereits zur Hälfte abgenutzt gewesen und habe damit die empfohlene Verschleißgrenze für Winterreifen von vier Millimetern erreicht. „Die Michelin-Reifen weisen den geringsten Verschleiß aller Vergleichskandidaten auf“, erklärt Inga Pretsch von der Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) nach Kontrolle aller Testreifen der ersten Runde. Die GTÜ ist als neutrale Prüfinstanz für die Dokumentation und die Überwachung des Reifenverschleißes und des Testprozederes über die gesamte Dauer des Michelin-Reifenmarathons zuständig. Der Einsatz auf der Testtrecke soll übrigens rund der doppelten Distanz im normalen Straßenverkehr entsprechen.

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