Aus APIA wird „ContiGuard“

Mit „ContiGuard“ präsentiert die Continental-Division Automotive Systems auf der internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt ein als „intelligent“ beschriebenes Sicherheitssystem für Fahrzeuge, das alle Komponenten der aktiven und passiven Sicherheit miteinander vernetzt und zusätzlich Umfeldsensoren und Telematikfunktionen integriert. Dieses System wurde in mehrjähriger Entwicklungsarbeit bislang unter dem Projektnamen APIA (Active Passive Integration Approach) auf die Serienreife vorbereitet. „Aus APIA wird nun ‚ContiGuard’. Wir haben uns für diesen eingängigen Markennamen entschieden, der den Wert dieser Technologien für die Welt des Automobils klar zum Ausdruck bringt, denn ‚ContiGuard’ ist unser Beitrag zum bestmöglichen Schutz des Menschen im Straßenverkehr“, sagt Dr. Karl-Thomas Neumann, Vorsitzender der Geschäftsleitung Continental Automotive Systems und Mitglied des Vorstands der Continental AG. Dieses Sicherheitssystem wird als entscheidender Schritt auf dem Weg zur „Vision Zero“ gesehen. Unter der „Vision Zero“ versteht Conti, dass der Mensch im Verkehrsgeschehen so gut abgesichert ist, dass keine Verkehrstoten oder Schwerverletzten mehr zu beklagen sind.

Kern von „ContiGuard“ ist ein Gefahrenrechner im Fahrzeug, der in jeder Verkehrssituation die Unfallwahrscheinlichkeit ermittelt und auf Basis dieser Informationen Maßnahmen (Bremse vorbefüllen, Bremsassistenten vorbereiten, Gurte straffen, Fenster/Schiebedach schließen etc.) einleitet, die einen Unfall vermeiden oder zumindest dessen Folgen auf ein Minimum reduzieren können. Einige Vorteile von „ContiGuard“ seien bereits heute in Autos nutzbar, sagt Dr. Neumann. Das System sei jedoch darauf ausgelegt, in Zukunft kontinuierlich weiter ausgebaut zu werden. Deshalb attestiert Neumann ihm ein „ausgezeichnetes Zukunftspotenzial“ und verweist auf die Einbindung von Kameras und anderer Sensoren zur Verkehrsraumüberwachung rund um das Fahrzeug zwecks Warnung beispielsweise vor Hindernissen oder dem unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur.

Bildverarbeitungssysteme werden seiner Ansicht nach künftig eine immer größere Rolle spielen, ebenso die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander oder mit einer Verkehrsleitzentrale. „Die Einbindung der Funktionen unseres dynamisch wachsenden Bereichs Telematik eröffnet für ‚ContiGuard’ phantastische Perspektiven“, ist Neumann angesichts dessen überzeugt. Zumal der Markt für Sicherheitssysteme Studien zufolge in den kommenden Jahren stark wachsen werde. Die Zahl der weltweit verkauften Neufahrzeuge mit Fahrerassistenzsystemen soll beispielsweise von derzeit rund elf auf 63 Millionen Stück zulegen. Für Systeme zur Vermeidung von Kollisionen oder dem Abkommen von der Fahrbahn wird von einem Wachstum des Marktvolumens von derzeit rund 100 Millionen Euro auf rund zwei Milliarden Euro ausgegangen.

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