Ceat hofft weiter auf Technologielieferanten

In dem Bestreben, einen Partner und Technologielieferanten für die Errichtung einer Lkw-Radialreifenfabrik zu finden, richten sich die Hoffnungen des indischen Herstellers Ceat Ltd. nun auf Hersteller wie Yokohama, Toyo, Cooper, Kumho oder Hankook, denn die weltweit führenden Hersteller seien hingegen „zurückhaltend“ beim Eingang eines entsprechenden Jointventures, schreibt die indische Business Line unter Berufung auf Ceat-Verantwortliche. Da aber auch mit einem dieser Hersteller aus der Gruppe der „Follower“ noch nichts fixiert sei, bereitet sich Ceat Ltd. sogar darauf vor, die Fabrik in Eigenregie und ohne fremde Technologielieferanten zu bauen. Dann wolle man seine eigene Lkw-Radialreifentechnologie entwickeln.

In diesem Dezember soll eine Entscheidung darüber fallen, wie der viertgrößte indische Hersteller verfahren wird. Die neue Fabrik soll dann binnen 18 Monaten im Bundesstaat Maharashtra errichtet werden und bis zu 20.000 Reifen monatlich fertigen. Da der Radialisierungsgrad auf dem indischen Lkw-Reifenmarkt derzeit noch bei unter fünf Prozent liegt, habe Ceat Ltd. genügend Zeit, unter Umständen die entsprechende Technologie selber zu entwickeln, so die Zeitung weiter. Bis Mitte des kommenden Jahres will Ceat bereits 4.000 bis 5.000 radiale Lkw-Reifen pro Monat in Indien absetzen; gegenwärtig seien dies 600 bis 700 Stück.

Dabei bezieht Ceat diese Reifen derzeit von Pirelli im Rahmen eines Offtake-Agreements. Darüber hinaus verhandle man derzeit noch mit einigen, wenigen chinesischen Herstellern, die – allerdings unter einem anderen Markennamen als „Ceat“ – ebenfalls radiale Lkw-Reifen für Ceat Ltd. fertigen sollen und den Großteil der erwarteten zusätzlichen Absätze bedienen soll. Eine diesbezügliche Entscheidung werde in Kürze getroffen. Ceat Ltd. plant darüber hinaus gegenwärtig eine Pkw-Reifenfabrik im Bundesstaat Tamil Nadu sowie eine Spezialreifenfabrik im Bundesstaat Maharashtra; diese beide Fabriken zusammen sollen rund 145 Millionen Euro kosten.

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