Lanxess-Streik in Belgien beendet

Die Tarifmitarbeiter der Lanxess Rubber NV im belgischen Zwijndrecht stimmten gestern mehrheitlich für eine Wiederaufnahme der Arbeit. Damit endet der Ausstand nach rund einer Woche. Die Produktion von Butyl- und Halobutylkautschuk wird nun schnellstmöglich wieder gestartet.

Der Konflikt ging auf unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Einbeziehung der tariflichen Arbeiter und Angestellten der Lanxess Rubber NV in das Bonusprogramm der Lanxess-Gruppe zurück. In der Vergangenheit hatte diese Personengruppe an dem Bonusprogramm nicht teilgenommen, verlangte jedoch für das Geschäftsjahr 2006 eine Erfolgsprämie. Während der erst kürzlich beendeten Tarifverhandlungen hatten die Gewerkschaften ein Angebot des Managements abgelehnt, variable Einkommenskomponenten einzuführen. Diese wären jedoch die Basis für ein zukünftiges Bonussystem gewesen.

Umgehend nach dem Streikaufruf vom 8. Juni 2007 schaltete das Management der Lanxess Rubber NV einen Schlichter ein. In den Schlichtungsgesprächen wurde die Forderung nach Bonuszahlungen für 2006 nicht mehr aufrechterhalten. In einer anschließenden Abstimmung entschied sich eine 2/3-Mehrheit der Streikenden gegen die Fortsetzung des Streiks. Die Wahlbeteiligung lag bei 88 Prozent.

„Das Resultat ist ein erfreuliches Ergebnis für den Standort, seine Mitarbeiter und das Unternehmen, sagte Paul Van Damme, Managing Director der Lanxess Rubber NV. „Jetzt können alle wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Ich bin sicher, dass sich das soziale Klima hier in Zwijndrecht schnell wieder normalisiert.“

Die finanzielle Belastung des EBITDA vor Sondereinflüssen durch diesen Streik wird auf einen mittleren einstelligen Millionenbetrag geschätzt. Diese wirkt sich sowohl auf das zweite und dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres aus.

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