Umstrukturierung in japanischem Michelin-Werk Ota (Update)

Um eine – wie es Analysten der Deutschen Bank interpretieren – bessere Balance zwischen den im Land produzierten Reifen und den dort dann auch verkauften zu gewährleisten, hat Michelin angekündigt, rund 65 Millionen Euro in eine Produktionsumstellung im japanischen Reifenwerk Ota investieren zu wollen. „Die Anstrengungen werden sich darauf konzentrieren, die Nachfrage japanischer Kunden nach komplexen Produkten wie beispielsweise dem Reifenmodell ‚X Ice’ zu befriedigen, das speziell für diesen lokalen Markt entwickelt wurde. Ziel ist es, unseren dortigen Erstausrüstungskunden wie auch den Endverbrauchern genau die auf sie zugeschnittenen Lösungen bieten zu können. Das Werk Ota wird zudem unser asiatisches Forschungs- und Entwicklungszentrum bei seiner Arbeit unterstützen, um damit die diesbezüglich Position der Michelin-Gruppe in Japan zu stärken“, heißt es vonseiten des Reifenherstellers.

Während man bei finanztreff.de die Ankündigung Michelins als „Drosselung der Produktion“ in der Fabrik Ota versteht, spricht Michelin selbst in diesem Zusammenhang von einer „Anpassung“ der Produktionskapazitäten des Werkes. Wie dem auch sei – gingen bisher 60 Prozent der vor Ort gefertigten Reifen in den Export, soll der Standort zukünftig vor allem wohl den Bedarf innerhalb Japans befriedigen (die NEUE REIFENZEITUNG berichtete). Würde man analoge Schritte bezogen auf alle anderen Kontinente einleiten, so könnte der Reifenhersteller seinen weltweiten Lagerbestand von 20 auf 16 Prozent reduzieren und gleichzeitig seine Transportkosten um 20 bis 25 Prozent senken, rechnet die Deutsche Bank vor. Und gerade die Ausgaben für den Transport stellen nach Meinung der Finanzexperten mit einem Anteil von 8,5 Prozent gemessen am Reifenverkaufspreis einen der höchsten Werte innerhalb der Industrie dar.

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