Autoteile und -zubehör werden verstärkt per Internet gekauft

Rund 30 Millionen der Autofahrer Deutschlands nutzen mittlerweile das Internet und etwa vier Millionen von ihnen haben schon einmal Autoersatzteile (Bremsen, Motoröl, Batterien, Ersatzlampen o.Ä.) über das Web gekauft. Zusammen mit dem Onlinegeschäft rund um Tuning und Zubehör wie zum Beispiel Dachträger oder Anhängerkupplungen sind es sogar sechs Millionen Internetkäufer, und unter Berücksichtigung des Onlinekaufes von Pkw-Reifen, Pflegemitteln, Car-Hi-Fi- und Navigationsgeräten soll sich diese Zahl sogar noch einmal verdoppeln. Zu diesen Ergebnissen kommt das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen TNS Infratest Automotive nach der Auswertung einer repräsentativen Onlinebefragung von über 25.000 Internetnutzern in Deutschland. Im Rahmen des einmal pro Jahr durchgeführten so genannten „Autoteileonlinemonitors“ (ATOM) ist zudem herausgekommen, dass sich rund 45 Prozent aller Autofahrer zukünftig durchaus den Onlineerwerb von Ersatzteilen vorstellen können – im Bereich Car-Hi-Fi und Navigationsgeräte sollen es sogar beinahe 80 Prozent sein. „Auch wenn längst nicht jede Interessensbekundung tatsächlich umgesetzt wird, kann damit weiterhin von einem Wachstum des Onlinemarktes für Autoteile ausgegangen werden“, so Michael Plotegher, Automobilmarktforscher von TNS Infratest.

Wie in vielen anderen Konsumfeldern auch, bestehe ein direkter Zusammenhang zwischen dem Kauf von Autoteilen über das Internet und der Affinität zum Medium Internet. Rund die Hälfte aller Autofahrer mit Internetzugang nutzt das Internet den Umfrageergebnissen zufolge faktisch täglich. „Hier liegt die Onlinekäuferquote für Autoersatzteile bei etwa 19 Prozent. Bei den Seltennutzern, die sich maximal einmal pro Woche im Internet aufhalten, sind es hingegen nur acht Prozent. In der Altersgruppe 60plus geben rund acht Prozent der Internetnutzer an, schon einmal ein Autoersatzteil online erworben zu haben. Unter den bis 39-Jährigen ist diese Quote fast doppelt so hoch“, berichtet das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen, das – bedingt durch die zunehmende Verbreitung und Alltagstauglichkeit des Internets – von einer nachhaltigen Veränderung des Autoteileverkaufes durch das Medium ausgeht. Kaufentscheidungen würden vermehrt online beginnen und freie Onlinehändler verstärkt in der Distributionslandschaft auftauchen. Aber auch niedergelassene Händler würden sich in zunehmendem Maße neue Käufergruppen erschließen und durch das Ausschalten einzelner Distributionsstufen ihre Endkundenverkaufspreise absenken wollen. „Daran dürfte auch die Tatsache nichts ändern, dass die Zahl der Autobastler aufgrund zunehmender Fahrzeugkomplexität in der Zukunft eher abnehmen wird. Der Verbraucher wird dann eben Autoteile online kostengünstig erwerben und sie in seiner Werkstatt einbauen lassen“, prognostiziert Plotegher.

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