PS-Reifenvergleich im Rahmen des „Tune-up“ einer Speed Triple

Unter dem Motto „Tune-up – schneller-härter-lauter“ hat sich die Redaktion der Motorradzeitschrift PS die Speed Triple von Triumph vorgenommen, um auszuloten, mit welchen Maßnahmen die Maschine noch schöner und schneller gemacht werden kann. In diesem Zusammenhang hat man sich auch dem Thema Reifen gewidmet und einen Vergleichstest getrennt nach den Produktsegmenten Tourensport-, Sport-, Supersport- und Racing-Reifen durchgeführt.

Bei den Tourensportreifen musste der neue Bridgestone „Battlax BT-021“ gegen Contis „RoadAttack“ sowie den „Roadtec Z6“ von Metzeler und den Michelin „Pilot Road 2“ antreten. Bewertet wurden dabei die Kriterien Kaltlaufverhalten, Zielgenauigkeit, das Aufstellmoment beim Bremsen und unter Last, die Haftfähigkeit, Feedback, Handlichkeit, Eigendämpfung, Einlenkverhalten sowie Stabilität. In allen zehn Disziplinen konnten maximal fünf Punkte erreicht werden, alles in allem also 50 Gesamtpunkte. Die hat der „BT-021“ zwar nicht erreicht, aber mit 45 Punkten dennoch die Konkurrenz hinter sich gelassen. Zweiter wurde der Metzeler (42 Punkte), und auf den weiteren Plätzen folgen die Produkte von Michelin (38 Punkte) und Conti (34 Punkte), die sich laut den Testern auf der Speed Triple bei sportlicher Fahrweise und dementsprechend tiefen Schräglagen „nicht ganz so souverän“ (Michelin) oder aufgrund eines deutlich spürbaren Aufstellmomentes „nicht so lässig“ (Conti) wie die Pneus von Bridgestone und Metzeler fahren lassen.

Dasselbe Bewertungsschema haben die PS-Redakteure auch bei den Sportreifen zugrunde gelegt, in diesem Produktsegment mit dem Avon „Viper Supersport“, Conti „SportAttack“, Dunlop „Qualifier RR“, Metzeler „Sportec M3“, Michelin „Pilot Power 2CT“ und Pirelli „Diablo Corsa III“ jedoch gleich sechs Wettbewerber gegeneinander antreten lassen. Sieger wurde hierbei der Dunlop-Reifen mit 46 von 50 maximal möglichen Gesamtpunkten, da er – so das Blatt – „fast in jeder Disziplin Bestnoten einfährt und allem Anschein nach eigens für die Speed Triple gebaut wurde“. Nur knapp dahinter kommen mit jeweils 45 Punkten der „Pilot Power 2CT“ sowie der „Diablo Corsa III“ von Michelin bzw. Pirelli ins Ziel. Mit 40 Punkten sieht die Redaktion den Metzeler-Reifen als „Rundum-sorglos-Paket bei den Sportreifen“. Mit 38 bzw. 36 Punkten folgen Avons „Viper Supersport“ und Contis „SportAttack“ auf den weiteren Rängen, die wegen ihres Aufstellmomentes sowie zusätzlich aufgrund eines „ungelenken Kaltlaufverhaltens“ (Avon) respektive „etwas zähen Handlingverhaltens“ (Conti) Punkte gegenüber der Konkurrenz verloren.

Mit 44 von 50 Wertungspunkten hört der Testsieger bei den Supersportreifen auf den Namen Pirelli „Supercorsa Pro“, der damit den Rest des Feldes – Metzeler „Racetec“ (43 Punkte) sowie Bridgestone „Battlax BT-002 Racing Street“ und Michelin „Power Race“ mit jeweils 42 Punkten – knapp hinter sich lassen konnte. Wieder weiter auseinander die Ergebnisse des Tests bei den Racing-Reifen. Allerdings hat PS bei den sportlichsten aller Kandidaten ein leicht modifiziertes Bewertungsschema zugrunde gelegt. Acht der zehn Disziplinen sind zwar identisch mit denen der anderen Produktsegmente, aber statt des Kaltlaufverhaltens und der Stabilität haben sich die Tester bei den Racing-Reifen die Kurvenstabilität und die Traktion beim Beschleunigen genauer angesehen. In der Summe waren also nichtsdestoweniger 50 Punkte zu verteilen, wobei Pirellis „Diablo Supercorsa“ diesem Ideal mit 44 Punkten und gefolgt vom Metzeler „Racetec“ (42 Punkte) am nächsten kam. „Wie sein Markenbruder von Metzeler ein sehr unkomplizierter, transparenter und präziser Rennreifen“, urteilte die Redaktion über den Pirelli-Reifen. Auf den weiteren Plätzen: Bridgestone „Battlax BT-002“ (Mischungsvariante 3, 38 Punkte), Michelin „Power Race“ (Medium-/Soft-Mischung, 35 Punkte) sowie Dunlop „GP Racer“ (34 Punkte). Die Dunlop-Neuvorstellung könne zwar mit einem „unkomplizierten Charakter“ und einem hohen Gripniveau aufwarten, erfordere allerdings – wie der „Power Race“ übrigens auch – mehr Kraftaufwand beim Einlenken.

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