Korrekter Reifendruck vermindert Kohlendioxidemissionen

Das dauerhafte Fahren mit zu geringem Reifenluftdruck reduziert laut Continental nicht nur die Lebensdauer der Reifen (0,3 bar Minderdruck um bis zu 30 Prozent), sondern birgt Angaben des Reifenherstellers zufolge auch Gefahren wie verlängerte Bremswege, ein schwammiges Fahrzeughandling oder die erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Reifenplatzers insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten. Gleichzeitig verbrauche ein Wagen mit zu geringem Reifendruck darüber hinaus noch mehr Kraftstoff als nötig. „Um rund eineinhalb Prozent steigt der Durst eines Pkw an, wenn der vom Hersteller empfohlene Luftdruck um nur 0,3 bar (also rund ein Achtel) unterschritten ist – das sind bei einem Pkw der Mittelklasse im Durchschnitt 16 Liter jährlich“, heißt es vonseiten des Reifenherstellers. Damit verbunden sei zudem ein erhöhter Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid, das derzeit als einer der Verursacher im Zusammenhang mit dem befürchteten globalen Klimawandel stark in der Diskussion ist. „Durch den höheren Kraftstoffverbrauch wird auch die vermeidbare Abgabe von umweltschädlichem Kohlendioxid um 38 Kilogramm je Pkw jährlich erhöht“, rechnet Conti vor.

Bezogen auf den bundesdeutschen Pkw-Gesamtbestand kommt der Reifenhersteller unter der Annahme, dass – wie die Ergebnisse der letztjährigen Aktion Wash & Check der Initiative Reifensicherheit nahe legen – in Deutschland etwa jeder dritte Pkw mit zu geringem Luftdruck in seinen Reifen unterwegs ist sowie der mittlere Verbrauch der deutschen Fahrzeugflotte bei 7,5 Litern Kraftstoff je 100 Kilometer und die jährliche Fahrleistung bei 15.000 Kilometern liegen, auf über 608.000 Tonnen Kohlendioxidausstoß jährlich, der „ohne weiteres vermeidbar“ wäre. „Wer regelmäßig den Reifendruck kontrolliert, tut sich selbst und der Umwelt einen Gefallen“, mahnt deshalb Björn Bolze, Leiter des Konzernkundendienstes Reifen bei der Continental AG. „Gleichzeitig kommt man so dem schleichenden Luftdruckverlust – zum Beispiel durch einen eingefahrenen Nagel oder ein schadhaftes Ventil – gut auf die Spur“, ergänzt er und empfiehlt die Kontrolle alle zwei Wochen oder nach jedem Tanken bei kalten Reifen.

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