„Kfz-Daten“ ergänzt Reifeninfos der Zulassungsbescheinigung

Seit 1. Oktober ersetzen auch hierzulande die EU-weit eingeführten Zulassungsbescheinigungen Teil I und II den bis dahin üblichen Fahrzeugbrief bzw. Fahrzeugschein. Was auf der einen Seite mit Vorteilen etwa in Sachen Fälschungssicherheit oder Lesbarkeit/Vereinheitlichung in ganz Europa verbunden wird, hat auf der anderen Seite einen gravierenden Nachteil. So ist in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter der Ziffer 15 nur noch ein Reifengrößenpaar eingetragen, während bei dem entsprechenden ehemaligen Fahrzeugschein unter den Ziffern 22/23 bzw. 33 noch alle erlaubten Reifen- und Rädergrößen aufgelistet waren. Das erschwert sowohl dem Besitzer des Autos als auch dem Fahrzeug-, Reifen- und Zubehörhandel auf einen Blick zu erkennen, welche Rad-Reifen-Kombinationen für das jeweilige Kraftfahrzeug verwendet werden dürfen.

Während sich der Eigner des Fahrzeuges – so er denn will – zur Not noch mit einem Blick in die zu seinem Modell gehörigen so genannten COC-Dokumente (COC = Certificate of Conformity, EG-Betriebserlaubnis/Typgenehmigung) behelfen kann, in denen die „verloren gegangenen“ Daten enthalten sind, steht der Handel nicht ganz so gut da. Denn welcher Kunde beispielsweise beim Reifenkauf bringt schon die COC-Papiere mit oder hat alle Daten vorsorglich im Hinterkopf? Ein Problem, das sich in Zukunft im Zuge der weiteren Verbreitung der neuen Fahrzeugpapiere noch verschärfen könnte. Schließlich dürften wohl immer häufiger Verbraucher im Handel zu erwarten sein, deren Fahrzeuge mit Reifengrößen ausgerüstet sind, zu denen sich in der Zulassungsbescheinigung Teil I kein Eintrag finden lässt, obwohl sie für dieses Fahrzeug zugelassen sind.

Dieser Umstand hat zudem nicht nur Auswirkungen auf den Reifenersatz und oder die Reifenumrüstung, sondern erschwert auch die Überprüfung der Zulässigkeit der jeweils montierten Reifen zum Beispiel für die Verkehrsüberwachungsbehörden. Mit ihrer Softwarelösung „Kfz-Daten“ bietet die Pütz und Partner GmbH (Kalenborn) ab sofort die Möglichkeit, die durch die Umstellung „verloren gegangenen“ Informationen „wieder sichtbar“ zu machen. Basierend auf den Daten des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) wurde dieses Datenbanksystem entwickelt, das durch Eingabe der Schlüsselnummern (Herstellerschlüssel und Typ-/Variantenschlüssel) die relevanten Daten von Fahrzeugen der Bereiche Pkw, Llkw und SUV darstellt.

Dabei ist es nach Angaben des IT-Unternehmens unerheblich, ob die Schlüsselnummern aus einem Fahrzeugschein (vier-/sechsstellig) oder aus einer Zulassungsbescheinigung (vier-/achtstellig) eingegeben werden. Darüber hinaus – so die Kalenborner – liefere die Software dem Benutzer Angaben zur Handelsbezeichnung, zum Bauzeitraum und zu den Radanschlussmaßen (Lochzahl/Mittenloch/Lochkreis) des jeweiligen Fahrzeugs. Vierteljährliche Updates (Januar, April, Juli, Oktober) sollen dabei den Datenbestand stets aktuell halten. Noch bis zum 30. April (es gilt das Datum der Bestellung) bietet die Pütz und Partner GmbH das „Kfz-Daten“-Programmpaket inklusive Datenbanksystem übrigens zu einem gut elf Prozent günstigeren Einführungspreis an.

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