VDA meldet neuen Pkw-Exportrekord

Ein neuer Pkw-Exportrekord hat im ersten Quartal 2007 die erwartete und mehrwertsteuerbedingte Inlandsdelle erfreulicherweise mehr als ausgeglichen. Mit 1,16 Millionen Pkw übertraf der Export das bereits hohe Ausfuhrergebnis des Vorjahres noch einmal um zwölf Prozent. Damit sei beim Export der höchste Quartalswert aller Zeiten erzielt worden, betont der Verband der Automobilindustrie (VDA) in einer Veröffentlichung. Auch im März wurde mit einem Plus von fünf Prozent auf 416.500 Einheiten ein neuer monatlicher Exportrekord erreicht. Die Exportquote ist mit über 76 Prozent im ersten Quartal ebenfalls auf einem Höchststand. Getragen vom kräftigen Exportgeschäft legte die Produktion in den ersten drei Monaten um sieben Prozent auf 1,53 Millionen Einheiten zu und erreichte damit den höchsten Wert in einem ersten Quartal. Die Produktion im März erhöhte sich um vier Prozent auf 567.300 Pkw und stellt ebenfalls einen neuen Rekordwert dar. Auf dem Inlandsmarkt hingegen wurden die Pkw-Neuzulassungen auch im März 2007 erwartungsgemäß noch von den Nachwirkungen der Mehrwertsteuererhöhung beeinflusst. Mit voraussichtlich 338.000 Fahrzeugen wurden sechs Prozent weniger Pkw als vor einem Jahr zugelassen.

Neben dem Steuereffekt sei der Vorjahresvergleich wegen des außergewöhnlich hohen Zulassungsvolumens im Vorjahresmonat, in dem ein Arbeitstag mehr zur Verfügung stand, verzerrt gewesen. Im ersten Quartal 2007 verzeichnete der Pkw-Absatz einen Rückgang von zehn Prozent auf 721.000 Einheiten, der ebenfalls nicht überraschend sei, so der VDA. Damit sei der Gesamteffekt der vorgezogenen Pkw-Käufe aus dem vierten Quartal 2006 weitgehend ausgeglichen worden. Der inländische Auftragseingang habe im März erstmals wieder Tendenzen einer Stabilisierung gezeigt, die Auslandsorder sind sowohl im März als auch im ersten Quartal um jeweils acht Prozent gestiegen.

Im weiteren Jahresverlauf sollten sich die Vielzahl neuer Modelle, die weiter anziehende Konjunktur, die anhaltende Entspannung auf dem Arbeitsmarkt sowie das allmählich aufklarende Konsumklima positiv auf die Inlandsnachfrage auswirken. Dennoch bleibe abzuwarten, wie sich die höhere Mehrwertsteuer, die auch im weiteren Jahresverlauf eine Kostenbelastung für die Verbraucher darstellt, sowie sonstige Belastungen der Automobilnutzung auf die Pkw-Inlandsnachfrage auswirken werden.

Der Dieselanteil am Pkw-Absatz ist im ersten Quartal auf 47 Prozent gestiegen, wobei die deutschen Hersteller, deren Diesel-Pkw inzwischen zu 86 Prozent mit Partikelfiltern ausgerüstet sind, hier einen Marktanteil von 76 Prozent erreichten. Dies sei sicherlich auch als Reaktion der Kunden angesichts der Klimadebatte zu werten.

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