South China Tire steht am Umweltpranger

Die South China Tire & Rubber Co. Ltd. muss sich derzeit mit unangenehmen Vorwürfen herumschlagen: Der chinesische Reifenhersteller – einer der größten des Landes mit einer Jahreskapazität von sechs Millionen Reifen – verursache nach wie vor, trotz zahlloser Eingaben lokaler Abgeordneter, einen unvermindert hohen Grad an Umweltverschmutzung, und außerdem würden Pläne für einen geplanten Umzug der Fabrik verschleppt.

Einige Abgeordnete des Volkskongresses, der derzeit in der Stadt Guangzhou (Provinz Guangdong) tagt, in der auch South China Tire ansässig ist, haben von der städtischen Umweltschutzbehörde eine Erklärung dafür verlangt, warum der mehrheitlich in Staatshand befindliche Reifenhersteller den hohen Ausstoß an schwefelhaltigen Gasen seit der Inbetriebnahme der Fabrik 1991 nicht verringert habe. Die kritisierte Umweltschutzbehörde, schreibt China Daily, wiegelt ab: Das Unternehmen sei im vergangenen Jahr 21 Mal kontrolliert worden und es habe nie entsprechende Beanstandungen gegeben. Der Ausstoß entspreche staatlichen Standards. Außerdem sei die Anzahl an Beschwerden, etwa über Geruchsbelästigung, im Laufe der Jahre rückläufig.

Die lokalen Abgeordneten aus dem Panyu-Distrikt, in dem die Fabrik ansässig ist, machten darüber hinaus auch die staatliche Vermögensverwaltungsbehörde verantwortlich, die die Mehrheit an dem Reifenhersteller hält. Die Behörde wiederum verweist auf die Investitionen in den Umweltschutz, die in den vergangenen Jahren durch South China Tire getätigt wurden. Dadurch sei die Umweltbelastung durch die Fabrik zurückgegangen. Außerdem sei der Umzug der Reifenfabrik ein äußerst vorsichtig zu behandelndes Thema, kommentiert die Vermögensverwaltungsbehörde, South China Tire sei einer der maßgeblichen Steuerzahler der Region. Offiziell wollte keiner der Regierungsvertreter die Forderungen der lokalen Abgeordneten des Volkskongresses nach einem Zeitplan für den geforderten Umzug absegnen.

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