VATZ zu RDKS und Reparaturinformationen

In den kommenden Monaten erwarten der deutsche Tuningverband VATZ (Verband Automobiltuning und /-zubehör) und der europäische Dachverband ETO ein Update über Reifendruckkontrollsysteme (RDKS). Hier ist die Kanzlei Osborne Clarke mit der Wahrung der Verbandsinteressen beauftragt worden. Ferner fordert der Verband den Zugang zu Reparaturinformationen für Tuningunternehmen.

Die ETO will sicherstellen, dass man – sollten RDKS Pflicht werden – nicht in eine spezielle Fachwerkstatt muss, um Reifen und Felgen ab- bzw. anzubauen. Auch will die ETO verhindern, dass es entgegen dem freien Wettbewerb Fabrikatsbindungen für Reifen- oder Felgengrößen gibt. Denn nicht nur bei einem Felgen- und Reifenwechsel wäre der Endverbraucher betroffen, sondern bei allen Umbauarbeiten, die den Ein- und Ausbau von Reifen/Felgen nötig machen. Man müsse sicherstellen – so der VATZ in einer Pressemitteilung –, „dass unsere Industrie und die Konsumenten nicht behindert oder benachteiligt werden“.

Hersteller, so der zweite Punkt der VATZ-Information, müssten in Zukunft unabhängigen Marktteilnehmern über eine standardisierte Suchfunktion im Internet den gleichen uneingeschränkten Zugang zu Reparatur- und Wartungsinformationen gewähren wie autorisierten Händlern und Reparaturbetrieben. Ein großer Teil dieser Informationen betrifft On-Board-Diagnosesysteme und ihr Zusammenwirken mit anderen Fahrzeugsystemen. Für die Bereitstellung solcher Informationen im Internet sollen technische Spezifikationen festgelegt werden. Gemeinsame Normen wie etwa die OASIS-Norm würden den Informationsaustausch zwischen Herstellern und Dienstleistungsunternehmen erleichtern, so die EU-Parlamentarier. Die technischen Formatvorschriften der Organisation für strukturierte Informationsstandards OASIS (Organization for the Advancement of Structured Information Standards) wurden 2003 in Zusammenarbeit verschiedener Industriezweige unter der Schirmherrschaft der Kommission entwickelt. In einem ersten Schritt soll die Anwendung der technischen Spezifikationen des OASIS-Formats zur Auflage gemacht werden. Später soll die Kommission CEN/ISO versuchen, dieses Format zu einem Standard weiterzuentwickeln, der dann das OASIS-Format ersetzt. Spätestens vier Jahre nach dem Inkrafttreten der Verordnung soll die Kommission dem Europa-Parlament und dem Rat einen Bericht über das Funktionieren der Regelung für den Zugang zu Reparatur- und Wartungsinformationen unterbreiten und dabei die Auswirkungen auf den Wettbewerb und die Funktionsweise des Binnenmarkts sowie die Vorzüge für die Umwelt besonders erläutern. Hier arbeiten VATZ und ETO aktiv daran, dass auch die Tuningindustrie den Zugang zu diesen Daten uneingeschränkt erhält.

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