Zerschlagung von Conti kein Thema für Wennemer

Es gebe bestimmte Dinge, die er nicht mitmachen würde, so der Continental-Vorstandsvorsitzende Manfred Wennemer in einem Interview mit der Berliner Morgenpost. So werde er sich nicht daran beteiligen, das Unternehmen zu zerschlagen: „Selbst dann nicht, wenn die Finanzinvestoren mir dafür eine ordentliche Prämie zahlen würden. Ablehnen würde ich es auch, künftig nur noch organisch zu wachsen. Unter diesen Umständen würde ich gehen.“

Im weiteren Gespräch erläutert Wennemer – neben dem Teamgeist im Vorstand – ein Prinzip seines Führungsstils: „Vor allem führen durch Vorbild. Das schließt zum Beispiel ein, dass der Vorstand wie jeder andere bei Continental grundsätzlich mit der Bahn nur Zweiter Klasse fährt. Lediglich in Ausnahmefällen, wenn es keine freien Plätze mehr gibt, wechsele ich in die Erste Klasse.“ Ein weiteres Führungsprinzip liege darin, schnell zu entscheiden, wobei er nicht nach vollständiger Präzision strebe, alle Führungskräfte sollten sich vielmehr an die „75-Prozent-Regel“ halten. Man komme keinen Schritt weiter, wenn man „auch noch die letzte Schraubenentwicklung überprüfen“ wolle.

Angesprochen auf seine Vergütung räumt der Conti-VV ein, dass es schwierig sei, „einem Reifenwickler zu erklären, warum der Unterschied so groß ist“. Und er verweist darauf, dass das Fixgehalt des Continental-Vorstands in den letzten drei Jahren nicht gestiegen ist. Wennemer plädiert für eine leistungsabhängige Vergütung, was auch mal heißen könne, „dass die Vergütung steigt, während Arbeitsplätze in einem Teil der Welt abgebaut werden“.

Zum Standort Deutschland befragt: „Ich bin Deutscher und auch stolz, Deutscher zu sein.“ Eine besondere Verantwortung für den Standort Deutschland habe er aber nicht, „sondern für die Continental“.

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