ChampCar-Reifenregel in der Formel 1 wenig wahrscheinlich

Mit dem Vorschlag, eine Reglementsidee aus der amerikanischen ChampCar zu übernehmen, sei Reifenhersteller Bridgestone bisher nicht auf viele offene Ohren getroffen. Die Japaner, die nach dem Rückzug von Michelin mit einem zurückgehenden Interesse an den Reifen rechnen müssen, hoffen, dass man durch eine Veränderung am Reifenreglement das schwarze Gummi wieder mehr in den Mittelpunkt des Interesses rücken kann, schreibt F1Total. Die Teams würden nach dem US-Vorbild zwar wie bisher eine härtere und eine weichere Reifenmischung erhalten, mit dem feinen, aber entscheidenden Unterschied, dass das Reglement vorschreiben würde, dass im Rennen beide Pneutypen zum Einsatz kommen müssten. Bisher legten sich die Teams vor dem Qualifying auf einen Reifentyp fest.

Dies würde dazu führen, dass es im Rennen unterschiedliche Strategien gibt – der eine Fahrer würde am Start auf die weicheren Reifen setzen, der andere für den Schlussspurt des Rennens. Um dafür zu sorgen, dass Fans und Kommentatoren nicht den Überblick verlieren, würde man die weichen Reifen durch einen roten Farbring an der Flanke unterscheidbar machen. Daher spricht man auch von einer „Rote-Reifen-Regel“.

Kees van de Grint, der in der kommenden Saison als Technischer Manager für Bridgestone in der Formel 1 tätig sein wird, habe gesagt, dass es im Moment keine Anfrage an den Reifenhersteller gebe. Zumal das Thema weiterhin nicht mehr als eine Spekulation sei, für dessen Umsetzung die Zustimmung aller Teams erforderlich wäre. Dennoch würde man auf Anfrage einen entsprechenden Vorschlag umsetzen: „Man hat noch nicht mit uns darüber gesprochen, aber wenn der Automobilweltverband uns darum bittet, dann können wir das tun.“

Der Holländer verweist jedoch auf ein Problem, mit dem es Bridgestone zu tun bekommen würde: Zwar würde man an die Strecke weniger Reifen mitbringen müssen, weil die Teams dazu gezwungen sein würden, mindestens einen Satz der anderen Reifenmischung zu verwenden, gleichzeitig jedoch müsste man alle Mischungen einmal mit und einmal ohne rote Markierung produzieren: „Denn auf einer Strecke verwenden wir weich und medium, während wir woanders medium und hart verwenden.“

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