500.000ster Lkw-Reifen bei Pneuhage in Karlsruhe erneuert

Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk machte sich die Pneuhage Reifenerneuerungstechnik GmbH in Karlsruhe. Seit der Inbetriebnahme der Produktionsstätte im Industriegebiet Roßweid im Februar 1988 wurde in diesem Monat der 500.000ste Lkw-Reifen mit einem neuen Profil versehen. Das zur Gruppe der Pneuhage-Reifendienste gehörende Unternehmen erneuert am Firmensitz in Karlsruhe abgefahrene Nutzfahrzeugreifen. Pneuhage verwendet dazu seit fünf Jahren aktuelle Profile der Marke Recamic, einer Tochterfirma des französischen Reifenherstellers Michelin. Zuvor wurde in Lizenz des amerikanischen Herstellers Bandag produziert. Die Historie als Runderneuerer reicht insgesamt sogar noch weiter zurück. 1972 übernahm Pneuhage die Firma Reifen Karle in der Lameystraße in Karlsruhe. In dem Familienbetrieb wurden seit 1945 Reifen erneuert.

„Die bisher für 500.000 Reifen im Kalterneuerungsverfahren verarbeiteten Laufstreifen entsprechen aneinandergelegt einer Strecke von rund 1.500 Kilometern und 7.000 Tonnen Material“, verdeutlicht Geschäftsführer Manfred Schwaderer. Kalterneuerung heißt, dass die neuen Profile sich in drei Stunden unter sechs bar Druck bei einer Temperatur von 110 Grad Celsius fest mit den Karkassen verbinden.

Die Anzahl der Beschäftigten hat sich in den achtzehn Betriebsjahren von vierzehn auf achtundzwanzig verdoppelt. Die Umstellung auf einen computergesteuerten Maschinenpark ermöglichte vor fünf Jahren eine Rationalisierung der Abläufe. Verließen 1988 noch 12.000 erneuerte Reifen pro Jahr die Produktion, konnte diese Zahl auf heute 37.000 Stück erhöht werden.

Der Vertrieb an Fuhrunternehmer und Baufirmen erfolgt überwiegend über die Filialen der Pneuhage Reifendienste. Der mit eigenen Lkw belieferte Kundenkreis erstreckt sich vom Ruhrgebiet bis zum Chiemsee. Dazu zählen laut Pneuhage unter anderem große regionale Busunternehmen, welche die erneuerten Reifen im Linienbetrieb fahren. Seit 1991 betreibt das Unternehmen eine baugleiche Produktionsstätte in Nossen bei Dresden. Von dort aus bedient man die Kraftfahrer in den östlichen Bundesländern.

„Viele unserer zur Erneuerung eingesetzten Antriebsachsen-Profile sind für den Betrieb auf winterlichen Straßen zulässig. Aufgrund der bezüglich Winterreifen geänderten Straßenverkehrsordnung konnten wir daher Anfang November eine deutliche Nachfragesteigerung verzeichnen“, so Schwaderer. Alle produzierten Reifen tragen das erforderliche Qualitäts-Kennzeichen entsprechend der ECE-Regelung 109 des Kraftfahrt-Bundesamtes. Die Betriebe sind zudem entsprechend der DIN 9001 (Version 2000) zertifiziert.

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