Elektronische Regelsysteme auf dem Vormarsch

Elektronische Fahrerassistenzsysteme sind weltweit auf dem Vormarsch. Noch vor kurzer Zeit gehörten sie zur Zusatzausstattung in der gehobenen Fahrzeugkategorie, inzwischen sind sie schon bei Golf und Co. nahezu Standard – Tendenz steigend. Der Grund liegt nicht nur im größeren Sicherheitsbewusstsein der Autofahrer, sondern auch in gesetzlichen Bestimmungen, die beispielsweise in den USA ab 2009 das elektronische Stabilitätssystem (ESP) zur Pflichtausstattung bei Neuwagen werden lassen sollen, erklärte Continental-Vorstand Dr. Karl-Thomas Neumann gestern vor Journalisten auf dem Testgelände des Unternehmens im nordschwedischen Arvidsjaur.

Allerdings ist die Ausstattungsrate noch höchst unterschiedlich. Während in der Oberklasse heute nahezu jeder europäische Neuwagen mit dem Fahrstabilitätsprogramm ausgestattet ist, rüsten die Hersteller in der Mittelklasse zwischen 100 und 40 Prozent ihrer Wagen mit ESP aus. In der Kompaktklasse liegt die Quote zwischen 80 und 25 Prozent, bei den Kleinwagen unter 20 Prozent. In der Fahrzeugklasse Minicars wird derzeit – bis auf wenige Ausnahmen – fast vollständig auf das elektronische Stabilitätssystem verzichtet. Experten erwarten allerdings, dass elektronische Stabilitätsprogramme auch in den kleineren Fahrzeugklassen deutlich zunehmen werden. Gern genanntes Beispiel mit ähnlicher Entwicklung ist das ABS (Anti-Blockier-System) – nachdem es in den 80er Jahren zuerst in der automobilen Luxusklasse sein Debüt feierte, ist der Blockierverhinderer heute in fast allen neuen Pkw vorhanden.

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