Umsatzminus für Hayes Lemmerz

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres, das am 31. Oktober endete, hat der Räderhersteller Hayes Lemmerz mit 589,5 Millionen US-Dollar rund 2,4 Prozent weniger umgesetzt als im dritten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres, wo noch 604 Millionen US-Dollar verbucht werden konnten. Außerdem zeigt die Bilanz des Konzerns für das dritte Quartal des aktuellen Geschäftsjahres mit einem Nettoverlust von 59,6 Millionen Dollar ebenfalls eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahresquartal, für das ein Nettoverlust von 13,3 Millionen Dollar genannt wird. Allerdings haben im dritten Quartal außergewöhnliche Belastungen in Höhe von etwa 39 Millionen Dollar durch den Verkauf von Werken, in denen Fahrwerksteile gefertigt werden (die NEUE REIFENZEITUNG berichtete), das Ergebnis des Konzerns zusätzlich beeinträchtigt. Aber selbst ohne diese Aufwendungen ist der Nettoverlust mit 20,6 Millionen Dollar immer noch höher gut sieben Millionen Dollar höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bezüglich des Gewinns vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) war gleichzeitig ein Rückgang um 5,3 Millionen auf nunmehr 52,7 Millionen Dollar im dritten Quartal zu beobachten.

„Obwohl wir 2,4 Prozent weniger umgesetzt haben, zeigt dies, dass die Kundenstruktur unsers Unternehmens mittlerweile auf einem breiteren Fundament steht. Das sieht man daran, dass die Großen Drei unter den Fahrzeugherstellern im gleichen Beobachtungszeit ihre Produktionsvolumina in Nordamerika um rund 15 Prozent zurückgefahren haben“, gibt sich Curtis Clawson, President, CEO und Chairman of the Board bei Hayes Lemmerz, nichtsdestotrotz optimistisch. Schließlich habe man in diesem Jahr bislang einen Umsatz in Höhe von 475 Millionen US-Dollar durch Aufträge von Neukunden generieren können. Seinen Worten zufolge sollen 80 Prozent davon internationale Kunden sein, wobei die asiatischen Fahrzeughersteller Toyota, Hyundai, Nissan und Honda sowie die europäischen Autoproduzenten Volkswagen, Audi, BMW, Renault und Fiat als Beispiele genannt werden. Insofern rechnet das Unternehmen, das im vierten Quartal die Produktionskapazitäten seiner Aluminiumräderwerke in der Tschechischen Republik, Thailand und der Türkei aufstocken will, nunmehr damit, bezogen auf das Gesamtgeschäftsjahr einen Umsatzanstieg von 2,2 auf 2,3 Milliarden realisieren und auch hinsichtlich des EBITDA eine Verbesserung gegenüber 2005 erreichen zu können.

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