Michael Schumacher kämpft, bleibt aber erfolglos

Lange gab es in der Formel 1 keine Gänsehaut mehr, doch was sich nach dem Grand Prix von Brasilien in São Paulo abspielte, konnte einem schon das eine oder andere Tränchen in die Augen treiben, so F1Total.com. Ein ganz großer Sieger, ein würdiger Weltmeister und ein großer Champion, der sich verabschiedet – so präsentierte sich das Saisonfinale 2006. Die Ausgangslage vor dem Rennen war im Prinzip klar. Michael Schumacher (Ferrari) musste unbedingt gewinnen, Fernando Alonso (Renault) musste hingegen nur einen einzigen Punkt nach Hause fahren, um zum zweiten Mal Weltmeister zu werden.

Lokalmatador Felipe Massa (Ferrari) erwischte den besten Start von der Pole. Noch in der ersten Runde schnappte sich der von Platz zehn gestartete Michael Schumacher mehrere Konkurrenten und war dadurch relativ schnell auf Platz sechs. Massa fuhr vorne von Anfang an allen auf und davon, so F1Total.com, und ließ im Prinzip nie Zweifel an seinem Start-Ziel-Sieg aufkommen, während sich Michael Schumacher nach einer Safety-Car-Phase Renault-Pilot Giancarlo Fisichella griff. Der Ferrari-Superstar zog im Senna-S am Renault vorbei, dabei dürfte es eine Berührung gegeben haben – und prompt platzte Schumachers linker Bridgestone-Hinterreifen. Schumacher fiel an die letzte Stelle zurück, ließ beim notwendigen Boxenstopp nachtanken und ging mit 70 Sekunden Rückstand wieder auf die Strecke, womit auch seine letzten Chancen auf den WM-Titel endgültig dahin waren. Schumacher kämpfte dennoch auch in der Schlussphase des Rennens weiter und sicherte sich somit den vierten Platz hinter Teamkollege Felipe Massa, Fernando Alonso und Jenson Button (Honda).

Der WM-Endstand: Alonso sicherte sich mit 134 Punkten zum zweiten Mal nach 2005 den WM-Titel, hatte am Ende doch recht klare 13 Zähler Vorsprung vor Michael Schumacher. Den dritten Platz auf dem WM-Podium sicherte sich Brasilien-Sieger Massa. Bei den Konstrukteuren setzte sich Renault gegen Ferrari ebenfalls durch, der Abstand betrug fünf Punkte.

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