Automechanika mit Rekordergebnis bei Ausstellern und Besuchern

Zur diesjährigen Automechanika, Internationale Leitmesse der Automobilwirtschaft (12. bis 17. September), kamen über 165.000 Besucher (2004: 163.337) aus 130 Nationen nach Frankfurt. Der Internationalitätsgrad liegt mit mehr als 60.000 Besuchern aus dem Ausland bei etwa 40 Prozent (2004: 39 Prozent), unter den Besuchern waren mehr Topentscheider als je zuvor. 4.658 Aussteller – vier Prozent mehr als zur Vorveranstaltung – aus 72 Ländern präsentierten auf dem ausgebuchten Messegelände (rund 300.000 Quadratmeter brutto) ihre neuen Produkte und Innovationen. Die nächste Automechanika in Frankfurt findet vom 16. bis 21. September 2008 statt.

Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt: „Um diese Messe beneidet uns die Welt. Denn die weltgrößte Teile- und Servicemesse hat noch Potenzial. Das zeigen die teils deutlichen Zuwächse auf Aussteller- und Besucherseite aus den Wirtschaftsregionen Europa, USA und Asien. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir diese globale Führungsposition ausbauen, indem wir die Internationalisierung weiter erfolgreich vorantreiben und zugleich den Inlandsmarkt stärken.“ In Deutschland gilt die Automechanika als nach wie vor wichtigste Messe für die Werkstätten. Mehr als ein Drittel der Besucher kommen aus dem Bereich Werkstatt und Reparatur.

Die Top-Five Besucherländer aus Europa sind nach Deutschland Italien, Großbritannien, Frankreich, die Niederlande und Polen. Außerhalb Europas führen die Nationen China, USA und Indien. 96 Prozent der Besucher waren mit dem Angebot zufrieden bis sehr zufrieden. Spitzenreiter des Interesses war Parts & Systems, gefolgt von Repair & Maintenance, Accessories & Tuning sowie Service Station & Car Wash.

Die deutschen Besucher schätzen die Konjunkturaussichten gegenüber 2004 deutlich positiver ein: Knapp 90 Prozent halten die Entwicklung für gut bis befriedigend (2004: 77,2 Prozent) und stimmen damit seit langem wieder mit den Einschätzungen der ausländischen Entscheider überein.

Die Aussteller übertreffen ihre ohnehin schon sehr positiven Aussagen von vor zwei Jahren: Auch hier halten rund 90 Prozent aller Hersteller die gegenwärtige Branchenkonjunktur für gut bis befriedigend (2004: 80 Prozent). Vor allem die deutschen Unternehmen schöpfen Hoffnung: Über 90 Prozent halten die Konjunktur für gut bis befriedigend (2004: 82 Prozent), bei den ausländischen Herstellern liegt der Wert bei 88 Prozent (2004: 79 Prozent).

Diesen erfreulichen Trend bestätigen einhellig die Branchenvertreter. Robert Rademacher, Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, Zentralverband (ZDK): „Die Automechanika hat die im deutschen und europäischen Markt zu verzeichnenden Aufwärtstendenzen im Service- und Teilegeschäft bestätigt. Das mittelständische Kfz-Gewerbe kehrt zuversichtlich aus Frankfurt in die eigenen Unternehmen zurück. Die Automechanika hat wieder einmal in herausragender Weise deutlich gemacht, dass Qualität und Kundenorientierung die Grundlagen für wirtschaftliches Wachstum sind. Moderne Servicetechnologie war auf dem Messegelände überall zu sehen.“

Hartmut Röhl, Vorsitzender des Gesamtverbandes Autoteile-Handel (GVA): „Aus vielen Gesprächen mit Mitgliedern, Marktpartnern und Ausstellern ergibt sich auch in 2006 wieder ein klares Bild: Die Automechanika begeistert! Die Möglichkeiten, die Frankfurt gerade für den Teilehandel, die Teileindustrie und das Kfz-Handwerk bietet, sind einzigartig. Im Rahmen der Kontaktbörse Automechanika sind alle wichtigen Firmen und Persönlichkeiten der Branche mit kurzen Wegen erreichbar. Die intensiven Vorbereitungen haben sich gelohnt – so das Fazit des GVA und vieler Mitglieder, auch international haben sich wieder interessante Perspektiven eröffnet. Es zeigt sich, wie wichtig die weitere Stärkung und der Ausbau der Messe für die Zukunft unseres Marktes ist.“

Klaus Burger, Präsident des Bundesverbandes der Hersteller und Importeure von Automobil-Service Ausrüstungen (ASA): „Es war in jeder Hinsicht eine der besten Automechanikas seit ihrer Gründung in den 70er Jahren. Die wachsende Internationalität der Automechanika bot den Werkstattausrüstern hervorragende Möglichkeiten, Kontakte in Exportmärkte zu vertiefen und auszubauen. Innovative Lösungen – beispielsweise aus dem Bereich der berührungslosen Achsvermessung oder der effektiven Werkstattvernetzung – haben gezeigt, dass die deutsche Werkstattausrüstungsindustrie eine weltweit führende Rolle bei neuen Technologien einnimmt. Die Leitmesse der Branche hat wieder einmal unter Beweis gestellt, dass sie weltweit die bedeutendste Informationsplattform für das internationale Business im automobilen Aftermarket ist. Von der automechanika 2006 gehen deutliche Impulse für eine positive Entwicklung der Branche aus, die bis weit ins nächste Jahr reichen wird.“

Die Automechanika ist nicht nur der weltweit größte und wichtigste Branchentreffpunkt, sondern auch die internationale Innovationsdrehscheibe, die der Branche wertvolle Impulse verleiht. Das hohe Interesse am „Automechanika Innovation Award“ war symptomatisch für die Fülle an Neuheiten und Neuentwicklungen auf der Messe. Viele Besucher nutzten die Innovation Show, um sich über die neuesten Technologieentwicklungen zu informieren. Dort waren die über hundert eingereichten Innovationen der insgesamt 83 Firmen aus 15 Ländern zu sehen. Die 13 herausragenden Neuentwicklungen waren anlässlich der Eröffnung der Fachmesse mit dem „Automechanika Innovation Award“ ausgezeichnet worden. Prof. Wilfried Bockelmann, Jury-Mitglied und ehemaliger Entwicklungsvorstand VW: „Im Vergleich zu anderen Wettbewerben in der Automobilwirtschaft haben mich die hohe Zahl der Einsendungen und die hohe Qualität der Bewerbungen positiv überrascht. Unter den Gewinnern waren Innovationen von wirklich herausragender Bedeutung für die automobile Zukunft. Der „Automechanika Innovation Award“ ist der Preis, der die Innovationsleistungen der europäischen Zulieferindustrie prämiert.“

Die Anfang des Jahres gestartete Initiative gegen Produktpiraterie, „Messe Frankfurt against copying“, zeigt erste Erfolge: Messe Frankfurt-Geschäftsführer Braun: „Die Fälschungsfunde des Zolls auf der Automechanika haben gezeigt, dass die kopierten Ersatzteile nicht nur wirtschaftlichen Schaden verursachen, sondern auch die Gesundheit und das Leben der Autofahrer gefährden können. Unsere Offensive gegen Plagiate wird daher von den Ausstellern ausdrücklich begrüßt.“ Der Zoll hatte auf der Automechanika zahlreiche gefälschte Waren sichergestellt, unter anderem Lenkungsgetriebe, Bremsbeläge, Sitze, Alufelgen, Kühlergrills und Scheinwerfer. ZDK-Präsident Robert Rademacher ergänzt: „Der gemeinsame Kampf gegen Produktpiraterie muss fortgeführt werden. Immerhin geht es nicht nur um Umsätze in Milliardenhöhe, sondern auch um das gute Image unserer Branche.“

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