Auszeichnung „Invest in NRW 2006“ geht an Genan

Als „Vorreiter für Innovation“ ist das dänische Unternehmen Genan mit dem Preis „Invest in NRW 2006“ des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. Genan hat in Dorsten ca. 42 Millionen Euro in eine Reifenaufbereitungsanlage investiert – neben Anlagen in Viborg (Dänemark) und Berlin die nunmehr dritte ihrer Art. Die Kapazität der Anlage in Dorsten wird mit 65.000 Tonnen pro Jahr bzw. zehn Prozent der jährlich in Deutschland anfallenden Altreifenmenge beziffert. Damit – so die Dänen – sichere die Anlage dem Bundesland die umweltgerechteste Art der Altreifenentsorgung, welche die Verbrennung wertvoller Rohstoffe überflüssig mache. „Vergessen Sie nicht, dass Ihre Altreifen nicht mehr als Abfallprodukt, sondern als wertvoller Rohstoff zu betrachten sind“, sagte der dänische Botschaftsrat Jakob Hanghøj im Rahmen der Verleihung der Auszeichnung, die von Christa Thoben – Wirtschaftsministerin des Landes Nordrhein Westfalen – überreicht wurde.

Entscheidend für den Beschluss zur Errichtung des neuen Werkes im nördlichen Ruhrgebiet sei die Zusammenarbeit mit der Degussa AG gewesen. Demzufolge haben die beiden Unternehmen gemeinsam ein Produkt zur Herstellung eines neuartigen Alphaltbelages namens „Road+“ entwickelt, wobei das von Genan aus Altreifen gewonnene Gummipulver mit dem Polyoctanomer von Degussa kombiniert werde. „Recycling statt Verbrennung lautet die Devise. Hier können wir uns der konstruktiven und intelligenten Verwendung eines Abfallproduktes erfreuen, das ansonsten in den meisten Fällen in Verbrennungsanlagen bei entsprechender Umweltbelastung entsorgt werden würde. Denn im Gegensatz zu Dänemark ist in Deutschland die Verbrennung von Altreifen nach wie vor zulässig“, betonte Jakob Hanghøj in seiner Ansprache.

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