Winterreifen machten eine rasante Entwicklung

Dunlop erinnert an die Geschichte der Entwicklung von Winterreifen. Mit groben Stollen über die Straße, unbequem und laut: Das Image des groben Gesellen haftet dem Winterreifen bis heute an. Doch was in den Kindertagen der Winterpneus Mitte der sechziger Jahre noch gelten mochte, ist heute Geschichte. Denn anno 2006 sind Winterreifen nicht nur optisch von Sommerreifen kaum noch zu unterscheiden, sie sind sehr fein differenzierte technische Hightech-Produkte. Komfort und Fahreigenschaften der heute üblichen Winterreifen sind ihren Großvätern haushoch überlegen und sorgen bei nasskalter und kühler Witterung für das entscheidende Plus an Sicherheit.

Die Evolution begann dabei schon mit den ersten Winterreifen. Sie sorgten mit ihrem grobstolligen Profil (Reifenexperten sprechen bei den Rillen vom „Negativanteil“) dafür, dass die Pneus in den Schnee greifen konnten. Für Extremsituationen waren auch Reifen mit Spikes im Angebot – erstmals in der Automobilgeschichte konnte so ein adäquater Reifen für winterliche Straßenverhältnisse genutzt werden. Doch diese frühen Winterreifen waren unkomfortabel und erzeugten laute Abrollgeräusche.

Um den Komfortansprüchen der Autofahrer gerecht zu werden, aber auch, um das 1975 ausgesprochene Spikeverbot zu bewältigen, waren neue Wege in der Reifentechnik notwendig. So wurden zwischen Mitte der siebziger und Ende der achtziger Jahre Haftlamellen entwickelt: feine Einschnitte im Profil, die für eine bessere Verzahnung der Lauffläche im Schnee sorgen.

Nachdem in der Entwicklungsabteilung des Reifenherstellers Dunlop schon in den sechziger Jahren das Aquaplaning-Phänomen ergründet worden war, erwiesen sich die Hanauer auch bei dieser Entwicklung als einer der Technologieführer. 1983 wurde der Dunlop SP 88 als erster reinrassiger Lamellenreifen vorgestellt. Gleichzeitig wurden die Profile auch für Fahrbahnnässe immer weiter optimiert: Die – auch von Sommerreifen bekannten – keil- oder wellenförmig wirkenden Muster sorgen für eine bessere Ableitung des Wassers aus der Aufstandsfläche der Reifen, und nur eine gute Drainage beugt dem gefährlichen Aquaplaning vor. 1993 entwickelten die Dunlop-Ingenieure als einer der ersten Hersteller einen Reifen mit laufrichtungsgebundenem Profil, der damit sowohl auf Qualitäten bei Schnee als auch bei Nässe hin optimiert worden war: den SP Winter Sport M2.

Mit dem SP Winter Sport M2 wurde ferner in der Materialtechnik auch bei Dunlop – nachdem Michelin diese eigentlich bekannte, aber sehr teure Technologie auf breiter Front eingeführt hatte – ein Innovationsschub eingeleitet, der einen Quantensprung bedeutete: Kieselsäure – auch als Silica bekannt – wurde als Füllstoff der Gummimischung zugegeben. Damit war es erstmals möglich, den Reifen auch bei der Laufflächenmischung in seinen Nässe- und Schnee- Eigenschaften gleichzeitig zu optimieren – ein Prozess, der 2005 in einem neu vorgestellten Spitzenreifen gipfelte: der Dunlop SP Winter Sport 3D – das bedeutet Hightech-Material in der Lauffläche und ein ausgefeiltes Lamellenprofil, in dem die Erfahrungen aus vier Jahrzehnten Winterreifenkonstruktion bei Dunlop stecken.

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