Geht’s jetzt um Lkw-Reifen im Conti-Werk Stöcken?

Einen weiteren „Aderlass“ im Traditionsstandort Hannover-Stöcken des Reifenherstellers und Automobilzulieferers Continental befürchtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Die HAZ bezieht sich auf Äußerungen des für die Nutzfahrzeugreifen zuständigen Vorstandsmitglieds Dr. Hans-Joachim Nikolin, der bereits am Dienstag in einer Betriebsversammlung im Werk Stöcken von Überkapazitäten bei den Nutzfahrzeugreifen gesprochen habe. Auf der Nutzfahrzeug-IAA hatte Nikolin dagegen von Vollauslastung gesprochen.

Nikolin sei nicht mehr sicher, „dass wir im kommenden Jahr in allen Werken wieder eine Vollauslastung hinbekommen“. Continental benutzt das Werk Stöcken für den Ausgleich von Nachfrageschwankungen bei Nutzfahrzeugreifen. Die Mitarbeiter dort arbeiten unter extrem flexiblen Arbeitszeitregeln, die zwischen elf und 21 Schichten pro Woche erlauben. Dieses Modell wurde gewählt, damit die Produktion an den Niedrigkosten-Standorten im Ausland –bei Lkw-Reifen sind damit im Wesentlichen Puchov in der Slowakei sowie Continental Sime Tyre in Malaysia gemeint – stets unter Volllast gefahren werden kann.

In Stöcken wird im Jahr 2007 bereits die Produktion für Personenwagenreifen geschlossen, wovon rund 340 Mitarbeiter betroffen sein werden. Jetzt wird befürchtet, dass es parallel auch in der Nutzfahrzeugreifen-Produktion zu Personalabbau kommen könnte.

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