Dunlop bereitet sich auf DTM-Gastspiel in Barcelona vor

Wenn der DTM-Tross am kommenden Wochenende (22. bis 24. September) im spanischen Barcelona Station macht, haben die meisten Akteure eine lange Anreise hinter sich. Teams und Fahrer kommen aus halb Europa und auch die Reifen, die der Dunlop-Renndienst als Exklusivausrüster der wohl populärsten internationalen Tourenwagen-Serie mit in die katalanische Metropole bringt, müssen aus dem rund 1.350 Kilometer entfernten Hanau zum Circuit de Catalunya transportiert werden. Bei rund 1.100 Rennreifen für trockene und feuchte Bedingungen eine aufwendige logistische Herausforderung.

1.100 Reifen müssen montiert und demontiert werden

Rund 700 Slicks und über 400 Regenreifen mit dem markanten „Flying D“ an der Flanke haben die Hanauer im Gepäck. Das reicht zur Ausrüstung der 20 DTM-Boliden von Audi und Mercedes – selbst bei womöglich wechselhaften Wetterbedingungen.

Dabei sind es längst nicht nur die Reifen, die zur Rennstrecke gebracht werden müssen: Insgesamt gut 20 Mitarbeiter von Dunlop sind vor Ort, davon rund die Hälfte Monteure, die so genannten „Fitter“. Sie bedienen auch den mitgebrachten Maschinenpark, denn Hunderte von Reifen müssen am DTM-Wochenende auf die von Teams mitgebrachten Felgen montiert und nach dem Training oder Rennen wieder abgezogen werden.

Das Equipment – zwei komplette Montagestraßen – und die DTM-Reifen werden mit vier Lkw-Aufliegern zu den Rennstrecken gebracht. Herzstück des Fuhrparks für die DTM-Events ist der Lkw-Auflieger „S3“, das jüngste Mitglied der auffälligen gelben Flotte. Er bietet nicht nur Platz für die komplette Montageeinheit, sein 1.600-Liter-Kompressor produziert auch den notwendigen Luftdruck für die hydraulischen Maschinen.

Vor allem der linke Vorderreifen wird extrem gefordert

Während die Fitter sich um die Montage der DTM-Spezifikation des Dunlop SP Sport Maxx kümmern, sorgen die Ingenieure in Zusammenarbeit mit den Technikern der Rennteams für die Performance. Für Barcelona haben sich die Teams dabei einiges vorgenommen, gilt doch der 2,949 Kilometer lange Kurs trotz Testfahrten im Frühjahr als Neuland. „Die DTM wird die Kurzanbindung fahren – also eine Streckenvariante, auf der noch keiner der beiden Hersteller eine Testmöglichkeit hatte und die für alle völlig neu ist“, erläutert Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich. Mercedes-Altmeister Jean Alesi ergänzt: „Die Reifenabnutzung auf dem Circuit de Catalunya ist recht hoch, es wird also viel auf eine gute Boxenstoppstrategie ankommen.“

Dabei ist natürlich auch die Expertenmeinung der Dunlop-Reifentechniker gefragt. Sie sehen eine optimale Balance als Schlüssel zum Erfolg. Denn die Barcelona-Strecke gehört tatsächlich zu den verschleißstärksten Kursen im DTM-Kalender, reiht der Kurs doch Rechtskurve an Rechtskurve. Nur wer bei ausgiebigen Longruns ein optimales Set-up findet, wird den stark beanspruchten linken Vorderreifen entlasten können. Bei der Suche nach den richtigen Parametern sind die Mitarbeiter des Dunlop-Renndienstes gerne behilflich – auch 1.350 Kilometer vom heimatlichen Hanau entfernt.

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