Acht Millionen Fahrzeuge müssten in die Werkstatt

Etwa jedes sechste Auto auf Deutschlands Straßen hat schwerwiegende Mängel. Rund acht Millionen der 46 Millionen Fahrzeuge müssten dringend repariert werden oder seien nicht verkehrssicher, berichtete die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) am Dienstag zu Beginn der Automechanika in Frankfurt. Dieser Anteil nehme immer mehr zu: Während 2004 erst 17 Prozent der Autos Mängel aufwiesen, seien es aktuell bereits 17,4 Prozent. „Die Mängelstatistik zeigt, dass sich ältere Fahrzeuge immer noch in einer dramatischen Situation befinden“, sagte Rainer Süßbier, technischer Leiter der GTÜ, anlässlich der Pressekonferenz auf der Automechanika.

An 100 bis drei Jahre alten Fahrzeugen diagnostizierten die GTÜ-Prüfer durchschnittlich 29 Mängel und an den über neun Jahre alten Fahrzeugen besorgniserregende 229 Mängel. Damit sei die Verkehrssicherheit älterer Fahrzeuge achtmal schlechter als die der jüngeren Autos, betonte Süßbier und erklärte: „Notwendige Verschleißreparaturen führen die Fahrzeughalter nicht durch oder werden so lange verschoben, bis ein großer Defekt eintritt.“ Führend in der Mängelstatistik seien im ersten Halbjahr 2006 die Fahrzeugkomponenten Beleuchtung/Elektronik mit 20,6 Prozent gefolgt von Bremsanlagen (19,5 %) und Achsen, Räder, Reifen, Aufhängungen (16,7 %).

GTÜ-Geschäftsführer Rainer de Biasi betonte, dass die Stuttgarter Überwachungsorganisation „überdurchschnittlich“ wachse. „Nach vorläufigen Berechnungen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) wuchs der Gesamtmarkt der Hauptuntersuchungen im ersten Halbjahr um 1,2 Prozentpunkte. Entsprechend stieg der Marktanteil der GTÜ auf 12,7 Prozent.“ Insgesamt registrierte das KBA in diesem Zeitraum 3,2 Millionen Hauptuntersuchungen.

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