Sonderkommission fasst Reifen-Serienmörder

Autofahrer in und um Pirmasens können wieder ruhig schlafen – die Reifenhändler der Region verlieren aber eine außerplanmäßige Verdienstmöglichkeit. Wie die Pirmasenser Zeitung berichtet, ist nämlich der so genannte „Reifen-Killer“ endlich geschnappt worden. Über Jahre hinweg wurden vermeintlich unbescholtene Autofahrer Opfer des Serien-Reifenmörders, der sich – so haben die Ermittlungen der Polizei jetzt ergeben – als privater Hilfssheriff verdingte und mit seinen gezielten Aktionen gegen Falschparker und Raser in seinem Wohnviertel vorging. Wie die eingerichtete Sonderkommission nach einem anonymen Anruf herausfand, handelte es sich bei dem Reifen-Killer um einen rüstigen 71-jährigen Pirmasenser, den die Ermittler noch am Tatort erwischte. Bei der Vernehmung gab der Mann zu, bereits seit vier Jahren gegen die vermeintlichen Verkehrssünder selbsttätig vorgegangen zu sein. Dabei hatte er oftmals Schrauben mit beidseitigem Klebeband auf der Fahrbahn befestigt. Nach bisherigen Ermittlungen ist der Senior für wenigstens 130 schleichende Plattfüße sowie weitere Sachbeschädigungen an Fahrzeugen in und um Pirmasens verantwortlich. Auf den selbst ernannten Ordnungshüter, der im Übrigen nie einen eigenen Führerschein besaß, wartet nun der Richter. Es geht um Sachbeschädigung mit einem Gesamtschaden von bisher wenigstens 10.000 Euro.

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