Conti will bis zu 100 Millionen Dollar in US-Werk investieren

(Akron/Tire Review) In Nordamerika schließt Continental die Werke Mayfield (Kentucky) und Charlotte (North Carolina), in denen die Gewerkschaften stark vertreten waren, gibt aber gleichzeitig bekannt, innerhalb eines Zeitraumes von drei Jahren in einer Größenordnung von 70 bis hundert Millionen US-Dollar in die Fabrik Mount Vernon (Illinois) investieren zu wollen, die praktisch gewerkschaftsfrei ist. Nach der Schließung der beiden genannten Fabriken und dem Verkauf des EM-Reifenwerkes Bryan (Ohio) ist dies das letzte US-Reifenwerk, das der Continental-Konzern in den Vereinigten Staaten alleine betreibt. In dem reinen Lkw-Reifenwerk in Mount Vernon sind die beiden japanischen Reifenhersteller Yokohama und Toyo als „Juniorpartner“ im Rahmen eines Jointventures mit engagiert.

Laut Alan Hippe, Continental-Vorstand und Präsident sowie CEO der Continental Tire North America (CTNA), dienen die Investitionen Kapazitätserweiterungen, wozu ein zusätzliches Lager für 150.000 Reifen und eine Reihe nicht weiter spezifizierter Projekte gehören. Das Produktmix solle verbessert werden, womit im Wesentlichen der Leicht-Lkw-/SUV-Bereich sowie das High-Performance-Segment gemeint sind. Continental plant, in dem genannten 3-Jahres-Zeitraum mehr als 500 neue Produkte oder erweiterte Produktlinien in Mount Vernon zu produzieren.

Im Januar hatte das CTNA-Management mit der Belegschaft Lohnkürzungen in einer Größenordnung von etwa zehn Prozent, ein Einfrieren der Urlaubsansprüche und eine stärkere Selbstbeteiligung der Mitarbeiter (in Höhe von monatlich etwa 170 US-Dollar pro Mitarbeiter) an deren sozialer Vorsorge vereinbart. Alles zusammengenommen, mussten die Mitarbeiter Einbußen von durchschnittlich 23 Prozent hinnehmen.

Im Gegenzug hatte Hippe den Mitarbeitern damals versprochen, 60 bis 70 Millionen Dollar in eine hochmoderne Mischungsanlage investieren zu wollen, was als Signal für ein langfristiges Engagement Continentals an diesem Standort zu verstehen war. Mittlerweile werden diese Anlagen installiert und sollen die Produktivität entscheidend verbessern. Es sei allerdings noch zu früh zu beurteilen, wie viele neue Jobs in Mount Vernon durch die Investitionen exakt geschaffen werden, sagte Werksmanager Hank Eisenga. Aber dass überhaupt neue Arbeitsplätze entstehen, sei schon mal positiv für die Fabrik und die Region im Süden von Illinois.

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