Continental-Initiative Global Engineering Excellence

Die immer dynamischere wirtschaftliche Globalisierung konfrontiert weltweit agierende Industrieunternehmen mit einer wachsenden Nachfrage nach vielseitig einsetzbaren Ingenieuren. Dies stellt die Universitäten vor die umfangreiche Aufgabe, künftige Ingenieure mit einem erheblich erweiterten Kompetenzspektrum auszubilden. Acht internationale Universitäten arbeiten derzeit im Rahmen der von der Continental AG angestoßenen Global Engineering Excellence-Initiative (GEE) an Empfehlungen für Universitäten, Unternehmen und Regierungen weltweit. Es geht vor allem darum, wie die anstehenden Herausforderungen am besten zu bewältigen sind und wie gewährleistet werden kann, dass die Ingenieure von morgen der zunehmenden Komplexität ihrer Aufgabengebiete gewachsen sind.

Die Autoren stützen sich dabei auf Ergebnisse einer von den Universitäten erstellten Studie zu Trends und Aufgaben im Global Engineering und der Ausbildung von Ingenieuren mit globaler Kompetenz, die derzeit abgeschlossen wird. In den kommenden Monaten wird diese erste umfassende Untersuchung über die Zukunft der Ingenieursausbildung überhaupt für die im November 2006 geplante Veröffentlichung vorbereitet.

Continental hatte im vergangenen November die Global Engineering Excellence-Initiative in enger Zusammenarbeit mit den Universitäten ins Leben gerufen. Das Ziel besteht darin, die Perspektiven für Ingenieure, ihre soziale Stellung und Ausbildung sowie die Auswirkung auf die Produktivität nationaler Ökonomien zu untersuchen und anschließend Schlussfolgerungen zu Papier zu bringen. Beim jüngsten Treffen der Mitwirkenden an der Tsinghua-Universität im chinesischen Peking wurden die wichtigsten Ergebnisse und Empfehlungen formuliert.

Die Präsentation dieser Ergebnisse und Forderungen wird im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung im Beisein von Vertretern aller teilnehmenden Universitäten sowie hochrangiger Vertreter aus Politik und Wirtschaft erfolgen. Die Veranstaltung ist für den 9. und 10. November in Frankfurt geplant.

Eines der verblüffendsten Ergebnisse der Studie ist das relativ geringe Wissen über das immer prägnantere Phänomen des Global Engineering selbst. „Es ist wichtig, dass Theorien über Lernverhalten und Unternehmensprozesse sowie Managementmethoden entwickelt werden. Gleichzeitig müssen wir engere Kontakte zu weltweit agierenden Unternehmen knüpfen, um innovative Ausbildungsstrukturen zu schaffen, mit einem deutlichen Schwerpunkt auf internationalen Arbeitsaufgaben”, erläutert Vize-Präsident Reiner Anderl von der TU Darmstadt, der die Studie leitet.

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