Goodway hat Akquisitionen gut verdaut

Die malaysische Goodway-Gruppe, einer der größten Hersteller von Runderneuerungsmaterialien und auch runderneuerten Reifen in Südostasien, konnte ihren Umsatz im vergangenen Jahr um wenigstens 40,7 Prozent auf jetzt 113,5 Millionen Ringgit (24,3 Mio. Euro) steigern. Im Geschäftsjahr 2004 waren dies noch 80,7 Millionen Ringgit (17,3 Mio. Euro). Während die Gruppe beim operativen Gewinn zwar einen Rückgang von 38,1 Prozent auf jetzt 1,4 Millionen Euro hinnehmen musste, was mit hohen Goodwill-Abschreibungen im Zuge von Akquisitionen zu erklären ist, konnte der Nettogewinn gleichzeitig um 16,7 Prozent auf jetzt 8,7 Millionen Ringgit (1,9 Mio. Euro) gesteigert werden.

Tai Boon Wee, CEO und Geschäftsführer der 2003 neu gegründeten Holdinggesellschaft Goodway Integrated Industries Bhd sowie Geschäftsführer der eigentlichen Keimzelle des 1990 gegründeten Unternehmens, der Goodway Rubber Industries Sdn Bhd, betont im jetzt vorgelegten Jahresbericht den „expansiven Drive“ seines Unternehmens, an dem er selber über 26 Prozent der Anteile hält. So hat Goodway im vergangenen September etwa die Big Wheel Holdings Sdn Bhd aus Malaysia übernommen, die nach eigener Aussage über die größte Runderneuerungsanlage für Pkw- und Lkw-Reifen in Asien verfügen soll. Auch sei man neuerdings mit zwei Unternehmungen in Europa vertreten: Goodway Europe (Sweden) AB (bedient Nordeuropa) und Goodway Europe s.r.l. (Mailand; Zentrallager).

Die Runderneuerung sei Teil der langfristigen Wachstumsstrategie des Materiallieferanten, der bisher über 90 Prozent seines Umsatzes mit Materialien machte. Bisher hatte lediglich die Tochtergesellschaft Kilotrac Industries Sdn Bhd runderneuerte Reifen hergestellt (Jahresproduktion: knapp über 30.000 Einheiten). Man wolle hauptsächlich in China und Indien Fuß fassen mit runderneuerten Reifen und werde dazu dort auch eigene Produktionskapazitäten installieren. So hat Goodway etwa im vergangenen Jahr ein Runderneuerungs-Franchisesystem namens Simplex in China initiiert. Natürlich solle der Marktanteil auf den bisherigen Märkten gehalten werden.

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