Bridgestone unterstützt Kampagne „Macht die Straßen sicher“

„Wenn Armut der Vergangenheit angehören soll, müssen wir die Straßen sicherer machen. Der Tod im Straßenverkehr ist eine weltweite Epidemie, genauso wie Malaria und Tuberkulose. Die Regierunschefs der G8-Länder müssen noch mehr für die Verkehrssicherheit in den Entwicklungsländern tun.“ So lautete die Botschaft der internationalen Kommission für Globale Straßenverkehrssicherheit, als sie am 8. Juni 2006 in London ihren Bericht über die Kampagne „Macht die Straßen sicherer“ veröffentlichte und sofortige Maßnahmen forderte.

Die unabhängige Kommission – eine Initiative der FIA Foundation (dem Internationalen Automobilverband) – wurde ins Leben gerufen, um über die Umsetzung des Reports zur Verhütung von Personenschäden im internationalen Straßenverkehr 2004 zu berichten und einen Aktionsplan vorzuschlagen. Das Gremium setzt sich aus Vertretern aller G8-Länder zusammen, darunter der siebenmalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher für Deutschland sowie Shigeo Watanabe, ehemaliger Präsident der Bridgestone Corporation, für Japan. Vorsitzender der Kommission ist der frühere NATO-Generalsekretär Lord Robertson.

Dringende Maßnahmen gegen globale Epidemie

„Der Kommissionsbericht will die Aufmerksamkeit der Regierungen und der Öffentlichkeit auf die geradezu epidemisch auftretenden Verkehrsunfälle lenken, die Jahr für Jahr das Leben von mehr als 1,2 Millionen Menschen fordern und bei denen jährlich 50 Millionen Menschen Verletzungen davontragen“, so Watanabe beim Start der Kampagne in London. „Diese Ziele stehen im Einklang mit Bridgestones eigener Mission „Der Gesellschaft mit überragender Qualität dienen“, die unser Engagement unterstreicht, als Zulieferunternehmen für die Automobilindustrie unseren Teil zum Nutzen der Gesellschaft beizutragen. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir Japan in dieser Kommission repräsentieren dürfen.“

Verkehrsunfälle treffen gerade die ärmsten Länder und ärmsten Menschen am härtesten. Die jährlichen Kosten in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen – hier ereignen sich 85 Prozent aller Unfälle und Prognosen sagen eine Verdoppelung bis 2020 voraus – belaufen sich schätzungsweise auf 65 bis 100 Milliarden Dollar; die internationale staatliche Entwicklungshilfe im Jahre 2005 dagegen betrug im Vergleich dazu 106 Milliarden. Nur HIV/Aids tötet weltweit mehr junge Menschen. Konfrontiert mit diesem dringenden Finanzbedarf, ruft die Kommission zu gezielten Maßnahmen auf:

– Die G8-Länder müssen Subventionen von 300 Millionen Dollar bereitstellen; ein auf zehn Jahre ausgelegter Aktionsplan soll die Verkehrssicherheit in Entwicklungsländern verbessern;

– Bei Straßenbauprojekten in Entwicklungsländern, die von internationaler Entwicklungshilfe finanziert werden, müssen mindestens zehn Prozent für konkrete Verbesserungen auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit aufgewendet werden;

– Erstmalige Einberufung eines UN-Gipfeltreffens für Sicherheit im Straßenverkehr zur Koordinierung internationaler Maßnahmen zur Verhütung von Personenschäden bei Verkehrsunfällen.

Effektive Sicherheitsmaßnahmen bei Wahrung der Mobilität

Um die Botschaft des Berichts zu verbreiten, hat die Kommission die Kampagne „Macht die Straßen sicher“ („Make roads safe“) gestartet. Sie soll das Thema Sicherheit im Straßenverkehr auf die politische Tagesordnung der G8-Länder bringen und gerade die jüngeren Bevölkerungsteile überall auf der Welt für das Problem sensibilisieren.

In diesem Zusammenhang verwies Shigeo Watanabe auf die jüngsten, äußerst positiven Erfahrungen mit der Verkehrssicherheitskampagne „Erst Denken – Dann Lenken!“ von Bridgestone – eine 2005 gestartete gemeinsame Initiative mit der FIA Foundation und nationalen Automobilclubs in über 60 Ländern. „Die Herausforderung bestand darin, die Vorteile der Mobilität, die Millionen Menschen in den letzten 50 Jahren genutzt haben, zu erhalten, zugleich jedoch Maßnahmen zu propagieren, die nur wenige Sekunden in Anspruch nehmen, aber Leben retten können.“

Hohe Kosten bei nachlässiger Reifenpflege

„Gemeinsam mit Reifenhändlern und Automobilclubs haben wir die Kampagne „Erst Denken – Dann Lenken!“ gestartet, um die Autofahrer dazu zu erziehen, im Straßenverkehr die Sicherheitsgurte anzulegen, die Nackenstützen richtig einzustellen, Kindersitze zu verwenden und den Zustand der Reifen zu überprüfen“, führte Shigeo Watanabe aus. „Gerade die Reifen werden als Sicherheitsfaktor von den meisten Autofahrern überhaupt nicht wahrgenommen. Von vielen wird die Bedeutung der Reifen für eine sichere Fahrweise unterschätzt, und viele Autofahrer sind selbst über einfache Wartungsfragen nicht informiert.“

Auf dem Genfer Autosalon 2006 veranstalteten Bridgestone und die FIA Foundation eine gemeinsame Pressekonferenz und legten die Ergebnisse von im Jahre 2005 in Europa durchgeführten Fahrzeugüberprüfungen im Rahmen der Kampagne vor: Danach befand sich eines von acht Fahrzeugen aufgrund eines schlechten Reifenzustands und zu niedrigem Reifendruck in der Risikozone. Die Folge waren Verluste in Höhe von fünf Milliarden Dollar an Reifenwerten und zehn Milliarden Dollar an Brennstoffwerten.

Kinder zur Verkehrssicherheit erziehen

Weil jeden Tag 500 Kinder auf den Straßen der Welt bei Verkehrsunfällen sterben und Tausende Kinder verletzt werden oder lebenslange Behinderungen erleiden, hat Bridgestone die Kinder zum Nachdenken über die Sicherheit im Straßenverkehr aufgerufen. Ein jährlich durchgeführter Kunstwettbewerb thematisierte die Verkehrssicherheit der Zukunft und führte im Jahre 2006 zu 33.000 Einsendungen von Kunstwerken aus Kinderhand.

Wie David Ward, Generaldirektor der FIA Foundation, in London sagte: „Wenn wir die Straßen in Afrika, Asien und überall auf der Welt nicht sicher machen, wird eine ganze Generation die menschlichen Tragödien und die wirtschaftlichen Schäden erleiden müssen, die sich wegen der steigenden Zahl tödlicher Verkehrsunfälle ergeben. Wenn Armut der Vergangenheit angehören soll, müssen wir die Straßen sicher machen.“

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