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Nexen schaltet einen Gang hoch

Bezüglich des Standdesigns und der eigenen Präsentation im Rahmen der Reifenmesse in Essen hat der südkoreanische Reifenhersteller Nexen keine Kosten gescheut. Beides ein Hinweis darauf, dass man gewillt ist, das eigene Image bzw. die Wahrnehmung des Unternehmens auf ein höheres Niveau anzuheben. Bei der REIFEN wartete der Hersteller aber nicht nur mit einem Messestand beachtlicher Größe auf, sondern bemerkenswert war ebenfalls dessen Standort in Halle 3 und damit gewissermaßen in „Schlagdistanz“ zu den in der Branche etablierten Premiumherstellern. Zu sehen gab es vor Ort einerseits einen Nexen-bereiften Ferrari 430 Spider, was man als Indiz dafür werten könnte, dass die Koreaner nach Höherem streben, sowie andererseits außerdem noch gleich vier neue Profile: den ab September in 37 Größen (13-17 Zoll, 65er-50er Querschnitt) erhältlichen „CP641“ und den „N6000“, der den „N3000“ ablösen wird, sowie in Form eines asymmetrischen Sommerreifens und eines für das Ultra-High-Performance-Segment gedachten Winterreifens auch zwei noch namenlose Pneus.

Auch aufseiten der Produktion will der Hersteller zulegen und hat angekündigt, in China ein Reifenwerk mit einer Produktionskapazität von zehn Millionen Reifen errichten zu wollen. Solche Expansionspläne und der Wunsch nach einer stärkeren Präsenz im Markt machen darüber hinaus eine personelle Verstärkung unausweichlich. So wird unter anderem beispielsweise die Vertriebsmannschaft in der in Frankfurt am Main beheimateten Europazentrale aufgestockt, und vonseiten der Produkttechnik gibt es die Neusteinstellung eines Mitarbeiters zu vermelden, der laut Nexen 30 Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet vorweisen kann.

Von 2004 auf 2005 konnte der südkoranische Hersteller den Reifenabsatz in Europa immerhin um 32 Prozent von 2,5 auf 3,3 Millionen Einheiten erhöhen. Für dieses Jahr geht man von einem erneuten Anstieg der Verkaufszahlen aus: Gerechnet wird mit einem zwölfprozentigen Wachstum auf 3,7 Millionen Reifen. Vor allem im deutschen Markt will man demzufolge kräftig zulegen: Hierzulande möchte Nexen in diesem Jahr ein Plus von 20 Prozent auf rund 1,5 Millionen Einheiten erreichen (2005: 1,25 Millionen). Eine mit 50 Prozent noch höhere Steigerungsrate möchte Nexen in Großbritannien realisieren – für den dortigen Markt haben sich die Koreaner für 2006 ein Absatzziel von 750.000 Reifen gesetzt. Angetrieben werde dieses Wachstums laut Nexen-Geschäftsführer David Sul vor allem durch die erweiterte Produktrange sowie den verbesserten technischen Support durch das Unternehmen.

Als ob ein angepeiltes Absatzplus von EU-weit zwölf Prozent nicht schon beeindruckend genug wäre, betont Sul darüber hinaus, dass der Handel durchaus noch mehr mit den Nexen-Produkten erreichen wolle. „Der Absatz wächst aber nicht von ganz alleine“, begründet Sul die geplante Kapazitätserweiterung in China und die Verstärkung des Mitarbeiterstabes in Europa. Jedoch wolle Nexen nicht nur im Ersatzgeschäft zulegen, sondern weitere Anstrengungen auch in Richtung Erstausrüstung unternehmen. Gemeint damit ist einerseits der Ausbau der bereits bestehenden Beziehungen zu den heimischen Fahrzeugherstellern Hyundai, GM Daewoo, Kia und Ssangyong, andererseits sollen außerdem verstärkt die europäischen Produzenten ins Visier genommen werden.

Aus diesem Grund werde das Unternehmen auch seine Logistik weiter ausbauen und sich verstärkt um Partner aufseiten des Handels bemühen, vor allem im Süden Europas und hier insbesondere in Spanien und Italien. Über dieses verstärkte Engagement in europäischen Gefilden will der Konzern andere Regionen der Welt jedoch nicht in Vergessenheit geraten lassen. Noch für dieses Jahr ist die Etablierung eines Vertriebs- und Marketingbüros in den Vereinigten Staaten geplant, wo Nexen bereits mit Lexani Wheels zusammenarbeitet. Für seinen US-Partner fertigt der Hersteller darüber hinaus sogar eine eigene Private Brand namens Lexani. Als Standort für das neue Büro in den Staaten fasst man übrigens New York ins Auge. Im kommenden Jahr sollen zudem entsprechende Dependancen in Toronto (Kanada), Panama und Japan folgen.

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