„Wir bewegen was!“ – First-Stop-Jahreskonferenz in Neuss

Die diesjährige Jahresstartkonferenz der First-Stop-Partner stand unter dem Motto „Wir bewegen was!“. Aus dem gesamten Bundesgebiet waren viele Reifenfachhändler, die sich dem Partnerschaftskonzept angeschlossen haben, Ende Mai zu der Tagung nach Neuss gekommen, um von den durch in- und externe Referenten vermittelten Ideen und Handlungskonzepten zu profitieren.

Nach der Begrüßung durch Jürgen Eigenbrodt, Geschäftsführer der First Stop Reifen Auto Service GmbH, richtete Günter F. Unterhauser, Senior Vice President Sales & Marketing Bridgestone Europe, ein Grußwort an die nach Neuss gekommenen First-Stop-Partner. In seiner Rede stellte er die Bedeutung von Unternehmerpersönlichkeiten für First Stop und auch für Bridgestone heraus. Die Bedeutung und das Vertrauen, dass man in diese Zusammenarbeit setzt, wolle man durch zahlreiche Aktivitäten, die exklusiv im Rahmen des Partnerschaftskonzepts angeboten werden, auch zukünftig unterstützen. Beispielhaft genannt wurde die Verkehrssicherheitsinitiative „Erst Denken – Dann Lenken“, mit der die Autofahrer unter anderem bezüglich des Einflusses der Bereifung auf die Fahrsicherheit sensibilisiert werden sollen, um sie dann im nächsten Schritt ganz gezielt auf den Hof des Reifenfachhändlers zu führen.

„Mit Markenstärke zum Markterfolg“ lautete das Thema des Redebeitrages von Dr. Rainer Schieben, Geschäftsführer Bridgestone Deutschland, der meint, eine Trendwende im Konsumverhalten und damit ein Ende der Kaufzurückhaltung erkennen zu können. „Die ‚Geiz-ist-geil-Mentalität’ ist vorbei“, gab sich Schieben überzeugt. Für gezieltes Sparen werde vorab entsprechend investiert, zum Beispiel durch die Verwendung von Gas anstelle von Benzin. Endverbraucher seien – so Schieben weiter – sehr wohl bereit, in Qualität und hochwertige Produkte zu investieren, wobei Bridgestone dank „hochwertiger Premiumprodukte, Technologieführerschaft und hervorragender Reifentestergebnisse führender Automobilzeitschriften“ das Anforderungsprofil der Autofahrer exakt treffe. Hinzu komme, dass der Ultra-High-Performance-Bereich kontinuierlich wachse und die im kommenden Winter erstmals geltende Verpflichtung, das Fahrzeug mit einer den Wetterverhältnissen angepassten Bereifung auszurüsten, das Winterreifengeschäft anheizen werde. Unter diesem Aspekt – sagte Schieben – ist es besonders wichtig, die Bevorratung an Winterreifen durch die Vororder bestmöglich abzudecken.

Im Rahmen der First-Stop-Jahrestagung präsentierte Gregor Schiller zudem das Qualitäts- und Entwicklungsprogramm „Be A Star“ des Partnerschaftskonzeptes, bei dem eine übereinstimmende Außen- und Innengestaltung einen stimmigen Auftritt von Partner und Marke sowie gleichzeitig damit klare Aussagen und hohe Imagewerte schaffen sollen. Durch diese Positionierung differenzieren sich die beteiligten First-Stop-Partnerbetriebe vom Wettbewerb, meinte Schiller und erläuterte im Anschluss, welche Anforderungen Drei-, Vier- und Fünf-Sterne-Betriebe jeweils zu erfüllen haben. Mit dieser nach der Zahl der Sterne gestaffelten Differenzierung werden die Handelspartner nämlich hinsichtlich ihrer Reifen- und Autoservicekompetenz kategorisiert. Das „Be-A-Star“-Programm sieht man bei Bridgestone als eine Investition in die Zukunft, von der jeder sich beteiligende First-Stop-Partner nur profitieren könne.

Peter Büttner präsentierte in Neuss neben der Alurädervermarktung zahlreiche, individuelle Werbemaßnahmen für das laufende Jahr sowie den Internetauftritt von First Stop. Schließlich – so Büttner – gewinne im Fahrwasser des stetig steigenden UHP-Reifenmarktes auch das Geschäft mit Leichtmetallrädern zunehmend an Bedeutung. Deshalb habe man in Form so genannter Aluterminals für den Verkaufsraum ein entsprechendes Vermarktungskonzept für Alufelgen geschaffen. Damit soll sich jeder Kunde individuell sein Komplettrad zusammenstellen und so einen guten Überblick über alle Möglichkeiten und Preise gewinnen können. Neben diesem Terminal wird eine Präsentationsfläche in Form von Reifendisplays angeboten, über die einzelne Alufelgen präsentiert werden. Anschließend stellte mit Stefan Kilb der ab 1. Juli neue Leiter Werbung/Marketing verschiedene Projekte vor, um die er sich zukünftig ganz gezielt kümmern wird. Hierzu zählt unter anderem das Kundenmagazin „Der Reifenprofi“.

„Herausforderung Reifen und Technik“ lautete der Titel des Beitrags von Jürgen Eigenbrodt, in dem er aufzeigte, worauf sich der Reifenhandel zukünftig einstellen muss. Geprägt wird die heutige Zeit seinen Worten zufolge durch einen permanenten Wandel, der sich durch technische Neuerungen am Reifen und am Automobil direkt auf den Reifenfachhändler auswirkt. Diese Herausforderungen der Reifentechnik durch die kontinuierliche Marktdurchdringung etwa von RFT oder Reifendruckkontrollsystem seien erst der Anfang einer Entwicklung, die unaufhaltsam ist und den Reifen zum integralen Bestandteil der Sicherheitssysteme am und im Auto macht. Hier könne und müsse sich der Reifenfachhandel positionieren und sich als Dienstleister für Fahrzeugsicherheit darstellen. Diese Kompetenz muss sich der einzelne Händler seiner Meinung nach gezielt durch den Erwerb von Kompetenz im Bereich Elektronik erarbeiten. Diese werde ebenso im Bereich Achsvermessung, die sich zur Fahrwerksdiagnose entwickele, verlangt. „Bei entsprechender Kompetenz sind dies klare Ertragsbringer, auf die keiner verzichten sollte“, so Eigenbrodt.

„80 Prozent aller zukünftigen Innovationen rund um das Automobil werden die Elektronik betreffen“, fügte er hinzu. Während heute noch 80 getrennte elektronische Komponenten und Systeme im Auto vorherrschten, werde schon 2010 die Vernetzung aller Komponenten im Fahrzeug Standard sein. Deswegen sollte der Reifenfachhandel heute in die Kompetenz seiner Mitarbeiter und sein Werkstattequipment investieren, um seine Marktposition auch morgen noch halten oder sogar verbessern zu können. Aus diesem Grund – so Eigenbrodt – biete First Stop in Kooperation mit Herstellern wie Bosch und anderen Diagnosetechnik an oder habe sein Team an so genannten „Autoservice Coaches“ erweitert, deren Einsätze in zunehmendem Maße nachgefragt würden. Auch den neuen Werkstatt- und Ausrüstungskatalog vergaß der Geschäftsführer der First Stop Reifen Auto Service GmbH in diesem Zusammenhang nicht zu erwähnen, bevor die Tagung nach weiteren Vorträgen von Peter Gulow und des Gastreferenten Erich Norbert Detroy mit dem Abendprogramm ausklang.

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