VMI-AZ Extrusion in Wachstumsmärkten unterwegs

Seit dem die holländische VMI-Gruppe im August 2004 das Extrusionsgeschäft der A-Z Formen- und Maschinenbau GmbH übernahm, hat sich der Geschäftsbereich, der jetzt als VMI-AZ Extrusion GmbH firmiert, deutlich weiterentwickelt. Wie der frischgebackene Vertriebsleiter Robert Endres während der Reifenmesse in Essen erläutert, sei seither das Personal in Forschung & Entwicklung wie auch im Vertrieb deutlich ausgebaut worden. Während vor zwei Jahren noch 29 Mitarbeiter in der Herstellung und Vermarktung von Extrudern für Gummiartikel (kein Kunststoff) aktiv waren, so seien dies heute bereits 45. „Das wichtigste für uns sind die Innovationen“, erläutert Robert Endres, der bis Mai noch als International Key Account Manager tätig war. Nur dadurch ließe sich der Produktionsstandort Deutschland langfristig rechtfertigen – VMI-AZ Extrusion fertigt in Runding im nördlichen Bayern, obwohl etwa die Extruderrahmen von einer Schwestergesellschaft aus China zugeliefert werden.

VMI-AZ Extrusion bedient heute im Wesentlichen drei Märkte: Runderneuerung, Neureifenproduktion und technische Gummiartikel. Obwohl derzeit noch gut zwei Drittel des Umsatzes (es wird in 2006 ein Umsatz von 12 Mio. Euro erwartet) mit Extrudern für die Runderneuerung erzielt werden, sind die beiden anderen Märkte für das Unternehmen doch derzeit die großen Wachstumsmärkte. Etwa 80 Prozent des Umsatzes mit Extrudern für die Runderneuerung erzielt VMI-AZ Extrusion in Nordamerika, wo die Gruppe eine Dependance betriebt.

Top-Seller unter den Produkten der VMI-AZ Extrusion GmbH ist der CTC- Bindegummiextruder für die Kaltrunderneuerung. Von dem Produkt, das vor 12 Jahren eingeführt wurde und mittlerweile als absolut ausgereift gelten kann, sind etwa 700 Stück weltweit im Einsatz. Jeden Monat kommen im Schnitt acht bis zehn weitere hinzu. Dabei trägt der Extruder das Bindegummi direkt warm auf die Karkasse auf (daher CTC = cushion to casing), schließe dabei Vertiefungen in der Karkasse, die bei manuellen Ausbesserungsarbeiten entstanden sind, biete eine höhere Qualität als kalandrierte Bindegummiplatten und biete außerdem eine höheren Automatisierungsgrad. Der CTC-SB I kann in einer Breite von bis zu 420 Millimetern bis auf die Schulter extrudieren; der Laufstreifen für die Kalterneuerung wird direkt im Anschluss auf die Karkasse aufgebracht. Die Belegung sowie Streckung des Laufstreifens für einen genauen Stoß findet dabei automatisch statt, so Vertriebsleiter Robert Endres weiter, was ein weiterer wesentlicher Unterschied zu anderen Maschinen sei. Dies ist das in Europa gängigste Verfahren. In den USA wiederum werden eher Extruder für die halbautomatische Belegung nachgefragt. Für diesen Markt biete VMI-AZ Extrusion die CTC-SB V; Bandag ist hier im Übrigen einer der größten Kunden. Für die CTC-SB I sei kürzlich erst die Software aktualisiert worden, betont der Vertriebsleiter. Die optimiere die Seitenlappenanrollung noch weiter.

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