Der „Kaiser“ war bei Eska

Angesichts der bundesweiten Fußballeuphorie wäre es wohl eine große Attraktion, hätte Eskas geschäftsführender Gesellschafter Lothar Kerscher auf dem Stand seines Unternehmens den „Kaiser“ persönlich, also Franz Beckenbauer, begrüßen können. So handelte es sich bei dem ausgestellten Reifen des Herstellers Kenda um einen Reifen mit der kuriosen Namensgebung „Kaiser“. Diesen „Kaiser“ (Typ KR20) gab es als „absoluten Preisschlager“ in der Größe 225/45 R17W für 62,60 Euro bei Abnahme von vier Stück und zum Preis von 59,50 bei Abnahme von 20 Stück.

Kerscher, dessen Unternehmen auch neun Einzelhandelsbetriebe unterhält (acht in Bayern, eines in der Tschechischen Republik), sieht die Messe als Instrument der internationalen Kontaktpflege, schließlich ist Eska auch ein internationaler Großhändler. Zum Schluss der Veranstaltung gab er zu Protokoll: „Vor allem die internationalen Besucher haben nochmals zugelegt. Die Kosten der Messebeteiligung haben wir bereits auf der Messe erwirtschaftet: 50 Prozent durch Verkaufsabschlüsse, 50 Prozent durch guten Einkauf.“

Und die Hausnachrichten: Eska ist traditionell stark bei Marangoni (inklusive der Zweitmarke Stunner), bei Felgen war die Entscheidung richtig, von einer eigenen Marke oder einem exklusiven Vertrieb abzulassen und statt dessen im Prinzip alles zu verkaufen, was der Markt verlangt („zweistellige Zuwachsraten“). In der Runderneuerung (Kapazität 10.000 Einheiten jährlich) war die Entscheidung richtig, den Standort Tschechien aufzugeben und das Equipment zum Stammwerk Cham zurückzuverlagern, derzeit wird in eine Shearographie investiert. „Untermieter“ auf dem Messestand war mit Teco ein italienischer Maschinenhersteller aus Correggio: Eska vertreibt diese Maschinen ohne jeglichen Druck im Wiederverkäufergeschäft. Ganz frei ohne Sorgen ist Lothar Kerscher, der auch oberster ehrenamtlicher Reifenhändler im Bundesverband BRV nicht: Das Lager Regensburg – Kapazität 180.000 Einheiten bei der Einlagerung von ausschließlich Pkw-Reifen – ist schon wieder zu klein geworden. Dabei wird man allenthalben für die ausgefeilte Logistik gelobt. Aber die „Renaissance des Streckengeschäftes“ (O-Ton Kerscher) lässt keine andere Wahl, als die Lagerkapazitäten aufzustocken. Eska Reifendienst hat in 2005 etwa 42 Millionen Euro umgesetzt und beschäftigt derzeit 130 festangestellte Mitarbeiter.

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