Rösler stellt neue EM-Neureifenmarke vor

Dass sich bei der Dortmunder Rösler-Gruppe derzeit einiges entwickelt, ist hinlänglich bekannt. Auf der Essener Reifenmesse waren nun aber über alle Neuigkeiten hinweg von zwei weiteren wichtigen Schritten zu hören, die das Unternehmen in seinem Expansionsdrang weiter voranbringen dürften. So geht der Unternehmensbereich Rodos neben dem umfangreichen Runderneuerungsangebot nun sogar noch einen Schritt weiter und stellt EM-Neureifen unter einem eigenen Markennamen her. Das Produkt heißt WinStone und werde in den Größen 17.5 R25, 20.5 R25, 23.5 R25 sowie 26.5 R25 als Radialreifen gefertigt. Eventuell sollen weitere Größen bis zu 49 Zoll hinzukommen, verspricht Paul Rösler jun.; die selben Größen sind auch als Diagonalreifen erhältlich.

Während die EM-Neureifenhersteller derzeit unter Volllast produzieren und kaum eine Möglichkeit sehen, kurzfristig noch Kapazitäten aufzubauen, so sei dies bei profillosen Karkassen anders, so der Geschäftsführer der Rösler-Gruppe. Folglich lässt sich das Unternehmen neue EM-Karkassen ohne Laufstreifen liefern, die es dann selber zu Ende baut. Die neuen WinStone-Reifen zeichneten sich dabei durch die Kombination von maßgeschneiderten modernen Radialunterbau und der Laufflächen- und Profilgestaltung von Rodos aus, heißt es dazu in einer Veröffentlichung. Es lägen bereits mehrere Tausend feste Aufträge von Händlern und Erstausrüstungskunden vor, so Paul Rösler im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG, so dass derzeit rund um die Uhr gefertigt werde.

Daneben konnte die Rösler-Gruppe in Essen den Abschluss eines neuen Vertrages mit einem australischen Großabnehmer bekannt geben. Der Minenbetreiber Rio Tinto Ltd. gehört zu den weltweit größten Unternehmen der Branche und betreibt sein operatives Geschäft auf fünf Kontinenten. In der südwestaustralischen Stadt Perth, wo Rio Tinto Eisenerz fördert, werde man nun gemeinsam mit einem lokalen Partner eine Runderneuerungsanlage aufbauen, in der pro Jahr „wenigstens 1.000 runderneuerte Reifen“ entstehen sollen. Baubeginn soll im kommenden September sein. Das Unternehmen Rio Tinto leide genauso unter der weltweiten Knappheit an EM-Reifen, so dass auch hier mehr und mehr das Thema Runderneuerung in den Vordergrund tritt. Die betreffende Mine, die Rösler mit runderneuerten EM-Reifen bedienen soll, hat einen jährlichen Gesamtersatzbedarf von bis zu 4.000 Reifen, von denen etwa die Hälfte durch Runderneuerte abgedeckt wird. Dabei handele es sich vorwiegend um große lukrative Größen, so Paul Rösler jun. Für die Runderneuerungsanlage in Perth werden Investitionen in Höhe von sechs Millionen Euro fällig, betont die Rösler-Gruppe in der Hoffnung, dass sich das als Pilotprojekt verstandene Projekt auch auf die andere Rio-Tinto-Standorte in Australien ausweiten lasse. Das Minenunternehmen Rio Tinto ist allein in Australien an rund 30 Standorten aktiv und erzielt einen Jahresumsatz von über 20 Milliarden US-Dollar – es biete sich also großes Potenzial für ein weiter gehendes Engagement, so rechnet man sich in Dortmund am Sitz der Rösler-Gruppe aus.

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