Yokohama neu entdecken

Die Produkte habe man dem deutschen Reifenfachhandel ja gerade erst vorgestellt (vgl. in dieser Ausgabe unter der Rubrik „Markt + Marketing“), so Yokohamas neuer Vizepräsident Christian Stein, der direkt vor der Messe von seinem ersten Besuch bei der japanischen Muttergesellschaft zurückgekehrt war und noch ganz unter dem Eindruck eines Konzerns stand, der im Aufbruch ist. Das aktuelle Motto der deutschen Dependance und also auch des Messeauftrittes lautet „Yokohama – Neu entdecken.“ Und damit sei, so Stein, der „Spirit“ des Unternehmens gemeint, der sich bis in das Konzept des sehr offen gestalteten Messestandes niederschlug.

Positiv habe sich dabei auch ausgewirkt, dass der japanische Reifenhersteller in Halle 3 an exponierter Stelle seinen Stand hatte, so Marketingleiter Rolf Kurz, man werde stärker als in der Vergangenheit wahrgenommen und nicht von den marktdominanten größeren Wettbewerbern an die Wand gedrückt. In diesem Zusammenhang sei auch an ein Preisausschreiben erinnert, für das gleich im Messeeingangsbereich an alle Besucher ein kleiner Folder verteilt wurde.

Alles dient dem Zweck, mit den Menschen „ins Gespräch zu kommen“ (O-Ton Stein), die Leute kommen weniger zu einem Reifenhersteller, sondern zu den Personen. Man habe positive und qualitativ hochwertige Gespräche geführt, ergänzt Kurz, und damit das Messeziel klar erreicht. Wer Yokohama neu entdeckt, entdeckt den heimlichen Wunsch des Managements: im Markt als „der sympathische Reifenhersteller“ positioniert zu sein.
Und dann gab es da einige Schmankerl: so die Nachricht, dass Yokohama Haupt- und Titelsponsor des diesjährigen 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring sein wird (einerseits wird knapp die Hälfte des Fahrerfeldes auch tatsächlich Yokohama-Reifen aufziehen, andererseits wird es die großen Mitbewerber wie Dunlop, Pirelli und Michelin gewiss „wurmen“, dass auf „ihren“ Rennautos Aufkleber mit Yokohama-Aufschrift platziert werden müssen). Und ein Brabus-Superbolide war am Kopf des Standes platziert, der zwar den angekündigten Geschwindigkeitsweltrekord im italienischen Nardo (Ziel: 360 km/h plus X) verfehlte, auf handelsüblichen Advan Sport mit 350,2 km/h aber doch recht flott unterwegs war.

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