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Toyo Tires mit Bodenhaftung

Toyo Tires stellte auf der Reifenmesse in Essen in Halle 3 nicht nur neue Produkte vor, sondern mit „Pleasure Comes With Performance“ auch einen neuen Slogan und Markenauftritt. Mit dieser neuen Kampagne will sich der japanische Reifenhersteller als spezialisierter Nischenanbieter für High-Performance-Reifen positionieren. Das aktualisierte Firmenlogo komplettiert den runderneuerten Markenauftritt. Wichtig für das Unternehmen, so der Leiter Vertrieb & Marketing für Deutschland/Österreich Stephan Westbrock, sei auch, dass man nun europäisch und wohl weitgehend auch global einen gemeinsamen Auftritt habe und nationale Alleingänge der jeweiligen Vertriebsorganisationen – so die abweichende englische Schreibweise des Wortes „Tires“ mit einem „Y“ – der Vergangenheit angehören dürften.

Mit dem erweiterten Größenportfolio kann jetzt auch die Zielgruppe der Lamborghini-, Porsche- und Ferrari-Fahrer mit dem „Proxes T1-R“ erreicht werden, freut sich Westbrocks Kollege mit Verantwortung für die Bereiche Technik und Tuning Wilhelm Höppner. Ebenfalls im Fokus: der All-Terrain-Reifen „Open Country A/T“ für das Offroad-Segment und der Ganzjahresreifen „Vario-V2“, der ab Mitte 2006 auf dem europäischen Markt erhältlich ist. Darüber hinaus stellten die Japaner im Sommersegment den „Proxes CF 1“ vor.

Gegenüber den auf der Messe bei Toyo auflaufenden Händlern ging es aber auch ein wenig um Schadensbegrenzung: Denn im Zusammenhang mit dem Umzug in ein neues europäisches Zentrallager in Dortmund, bei dem Toyo der Hauptnutzer ist (auch Yokohama kann auf einen Teil der Räumlichkeiten zurückgreifen) und das zuvor von Bridgestone genutzt worden war, lief nicht alles reibungslos. Westbrock: „Wir wollen die logistischen Probleme gar nicht leugnen.“

Mittlerweile sollten diese Probleme weitgehend ausgeräumt sein, zumal die Wahl auf diesen Standort ja bewusst fiel, denn man hat es erstens mit Logistikprofis (der Firma Fiege) und zweitens mit Leuten zu tun, denen die spezifischen Probleme um das Produkt Reifen geläufig sind: 1998 hatte Fiege dieses Lager für Bridgestone errichtet.

Dass rechtzeitig zur Reifenmesse die neuen Rennreifen fertig geworden sind und auf dem Messestand präsentiert werden konnten, freut Höppner natürlich, gleichwohl relativiert Westbrock. Zwar war ein Volvo des Motorsportteams „Heico Sportiv“ (Weiterstadt) ein Blickfang auf dem Toyo-Stand, aber man wolle im großen Formel-Sport gar nicht mitmischen und habe in einer Rennserie wie der DTM keinerlei Ambitionen, betreibe aber gleichwohl Breitensport. Nicht erfolglos, denn das ausgestellte Auto war gerade wenige Tage zuvor in seinem ersten Renneinsatz und selbstredend Toyo-bereift bei der „37. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy“ auf der Nürburgring-Nordschleife in der Klasse „SP4T“ siegreich gewesen, eine tolle Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen, wo dieses Auto dann nicht als einziges Toyo-Reifen nutzen wird.

Einerseits stellt Toyo (in Kooperation mit HJS Fahrzeugtechnik und der Diesel-Partikelfilter-Technologie) den Motorsportgedanken auch in den Zusammenhang mit Umweltfragen, andererseits, so Höppner, wolle man auch schlicht Erfahrungen sammeln und ein ordentliches Angebot für Motorsportenthusiasten bieten. Motorsport ist bei Toyo weniger in eine „Marketingstrategie“ eingebunden, sondern habe eher die Funktion, für die Serie zu lernen.

Dass Toyo in den USA mit Nitto über eine – im Übrigen sehr erfolgreiche – zweite Marke verfügt, ist für Stephan Westbrock kein wirkliches Thema bezogen auf Europa, jedenfalls nicht zur Zeit: „Ich sehe noch sehr viel Potenzial für Toyo, das wir noch gar nicht ausgeschöpft haben.“ Vielleicht ändert sich ja diese Ausgangslage, sollte das japanische Unternehmen, das gerade vor einigen Monaten eine neue Reifenfabrik in den USA in Betrieb genommen hat, die geplante Machbarkeitsstudie über ein europäisches Reifenwerk samt möglicher Standortsuche erfolgreich abgeschlossen haben.

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