point S bleibt point S

Bezüglich der Namensrechte hatte es in den letzten Monaten einige Unruhe um die Kooperation point S gegeben. Es war sogar angedacht worden, eine Zusammenarbeit mit einer Werkstattkette zu suchen, deren Markenname eine gewisse Bekanntheit hat, hätte es bei den Verhandlungen um diese Rechte mit den französischen Kollegen keine Einigung gegeben. Doch das sei lediglich eine Option gewesen, die letztendlich mehrheitlich abgelehnt worden war und ohnehin nicht zum Tragen kommen konnte, weil man sich einigte und die Namensrechte für mehrere Jahre habe sichern können, so Marketingleiter Christian Rudy auf der Reifenmesse im Gespräch mit dieser Zeitschrift. Nachgefasst, ob dies für alle europäischen Länder gelte, schränkt Rudy ein, er könne nur für den deutschen Markt sprechen, nicht für point S International, das sei „eine andere Baustelle“.

Auch wenn „point S point S bleibt“ (O-Ton Christian Rudy), so wird es doch Veränderungen geben in Form eines „Re-Designs“ beim Markenauftritt. Die gewohnten Farben bleiben, aber der Schriftzug werde modifiziert. Die Dachzeile mit dem Schriftzug der Kooperation werde Blau auf Weiß gehalten sein, bei der Unterzeile „Reifen, Räder, Autoservice“ komme die Farbe Grün zur Anwendung, verrät der Marketingleiter schon mal, ohne ins Detail gehen zu wollen. Die Umstellung kann schließlich nicht „von jetzt auf gleich“ erfolgen, sondern bedarf der Zeit, zum 1. Januar 2007 soll das neue Logo freilich das alte abgelöst haben.

Dass insgesamt die Messe für seine Gruppierung ein Erfolg war, mag man dem nach Messeschluss zu Protokoll gegebenen Statement Rudys entnehmen: „Wir hatten einen riesigen Andrang. Teilweise war unser Stand überbevölkert. Der Stand war auch Meeting-Point, um neue Kooperationspartner zu finden.“ Wobei er keineswegs irgendwelche Hektik, die durch die Gründung der neuen Kooperation GHU direkt im Vorfeld der Messe ausgelöst sein könnte, sieht. Man sei äußerst gelassen, beobachte, was GHU zu bieten hat (und außerdem habe man mit etwa 750 Partnern ja schließlich auch einiges zu bieten und müsse sich damit nicht verstecken) und außerdem: Doppelmitgliedschaften in point S und zeitgleich einer anderen Kooperation sind gemäß Statuten ausgeschlossen, wer point S den Rücken tatsächlich kehren wolle, habe eine Kündigungsfrist von einem Jahr zu beachten.

Bislang – Stand Datum der Reifenmesse – habe es jedenfalls noch keinerlei Anzeichen gegeben, dass sich irgendjemand aus dem eigenen Kreise einer anderen Kooperation zuwenden wolle. Und überhaupt sei man nicht auf Verteidigung eingestellt, sondern selbst auf Akquise eingestimmt. point S in Deutschland will weiter wachsen, man wolle aktiv Reifenfachhändler ansprechen, ob diese sich nicht vorstellen könnten, bei point S eine Heimat zu finden. Und wo man sehe, dass die bisherigen Gesellschafter – beispielsweise weil es keine Nachfolgegeneration gibt – den Betrieb abgeben wollen, wolle man helfen und gemeinsam mit den betreffenden Reifenhändlern nach Lösungen suchen. In der Defensive jedenfalls sieht sich point S nicht.

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