Zieht Pirelli sich mangels Wettbewerb aus der WRC zurück?

Der italienische Reifenhersteller Pirelli erwägt zum Ende des Jahres einen Rückzug aus der Rallye-WM, wird berichtet. Seit dem Rückzug von Peugeot und Mitsubishi rüstet Pirelli nur noch das Subaru-Team aus, sowie gelegentliche Einsätze von Gigi Galli. Für Pirelli sei das zu wenig, zumal die Entwicklungskosten in die Höhe steigen und darüber hinaus die Erfolgsbilanz eher nüchtern ausfällt. „Am Ende der Saison haben wir drei Möglichkeiten“, sagte Pirellis Motorsportdirektor Paul Hembery. „Wir können weitermachen, wir könnten uns für einen Einheitsreifen stark machen oder wir könnten Michelins Schritt folgen und eine unserer Tochterfirmen, die kleiner und weniger bekannt ist, einsetzen.“ Offenbar scheint Michelins Schritt, die Pneus unter der Marke BFGoodrich an den Start zu bringen, bei Pirelli ein Dorn im Auge zu sein. „Wir wollen letzteres nicht tun“, bestätigte Hembery. „Aber Ende letzten Jahres war ich richtig verärgert. Welchen Wert hat es für uns gegen BFGoodrich anzutreten? Das ist keine Premiummarke.“

Darüber hinaus sind die Kosten für Pirelli durch den Rückzug von Peugeot und Mitsubishi gestiegen. „Wenn wir Reifen für drei Teams herstellen, dann ist das nicht dreimal teurer, als Reifen für ein Team zu produzieren“, machte Hembery klar. „Ich hatte im Gefühl, dass Peugeot sich zurückziehen würde, aber als sich Mitsubishi zurückzog, fiel mir nichts mehr ein. Die News erreichte mich im Dezember und ich stand vor einem Scherbenhaufen. Es war zu spät, um noch etwas zu unternehmen.“ Hembery weiter: “Anstatt mit drei Teams und sechs Autos zu fahren, haben wir nur ein Team und zwei Autos. Wir haben noch Gigi Galli und seine privaten Einsätze, aber im Moment übersteigt der Aufwand die Kosten.“

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